Erfolg, der wächst und gedeiht. Rinklin Naturkost vertraut langjährig auf Lösungen der godesys.

Rinklin Naturkost gehört zu den ersten Unternehmen der Bio-Bewegung. Bereits 1955 stellte Wilhelm Rinklin senior seinen Gemischtbetrieb auf biologische Landwirtschaft um. In den Siebzigerjahren fuhr sein Sohn, Wilhelm junior, mit dem Transporter die erzeugten Produkte im Schwarzwald aus. Seitdem wächst und wächst das Unternehmen. Heute liefert Rinklin Naturkost 12.000 Produkte mit 35 Lkws an 600 Kunden. 

Die Vertriebsstrukturen decken Kunden im Umkreis von etwa 200 Kilometern ab. Die Hauptherausforderungen sind natürlich Warenverfügbarkeit und Frische. Nur mit optimaler Qualität und Service kann Rinklin Naturkost die hohen Ansprüche der Kunden erfüllen.

Im Interview berichten Geschäftsführer Jochen Rinklin und IT-Leiter Christoph Hering über die Veränderungen des Handels, die Digitalisierung  sowie die Vorteile einer umfassenden ERP-Lösung und einer vertrauensvollen Partnerschaft.

Herr Rinklin, wie hat sich der Biomarkt in den letzten Jahren gewandelt?


Jochen Rinklin:
 Der Handel mit Biolebensmitteln hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Früher haben wir nur eine Nische belegt, mittlerweile sind wir mit 300 Mitarbeitern zu einem mittelständischen Unternehmen gewachsen. Damit kommt natürlich eine enorme Verantwortung gegenüber der Landwirtschaft, die Produkte gut zu handeln, schnell bei uns durchzuhandeln und dem Verbraucher zur Verfügung zu stellen. Die Anforderungen am Markt steigen und werden es auch weiterhin.

Besagte Anforderungen sind im Bio-Bereich ja besonders hoch. Das wirkt sich sicher auch auf die Beschaffungs- und Lieferprozesse aus. Wie sehen die aus?

Jochen Rinklin: Ausschlaggebend sind natürlich die kurze Lagerdauer und die Frische der Produkte. Wir bestellen tagesaktuell und liefern ebenfalls tagesaktuell aus. Das geht nur, weil wir die Bestände im Voraus kennen und Ware verkaufen können, die wir noch nicht am Lager haben. Es muss also alles schnell gehen und flexibel bleiben. Agilität ist das A und O!

Würden Sie sagen, dass dies das Erfolgsrezept von Rinklin Naturkost ist?

Jochen Rinklin: Sicher. Aber nicht nur. Unser wichtigster Erfolgsfaktor ist definitiv die Servicequalität für Kunden. Durch eine hohe Warenverfügbarkeit, die gute Qualität und die kurzen Lieferwege können wir ihnen eine sehr gute Dienstleistung bieten. Dabei hilft uns natürlich das ERP mit seiner Flexibilität und seinen Anpassungsmöglichkeiten, denn damit können wir auf die individuellen Wünsche sehr gut eingehen.

Welche IT-Lösungen vereinfachen Ihren Alltag?

Christoph Hering: Die IT-Lösung, die uns den Alltag am meisten vereinfacht, ist definitiv unser optimal funktionierendes ERP-System, das sich unserem Tagesablauf anpasst. Darüber hinaus haben wir ein Lagerverwaltungssystem, mit welchem kommuniziert werden muss. Die Schnittstellen zwischen beiden funktionieren sehr gut. Dann archivieren wir täglich unsere wichtigen Belege und erfassen unsere Zeiten in den verschiedenen Programmen.

Christoph Hering: Wir haben uns bereits 2001 für godesys ERP entschieden, weil es eins von drei Systemen war, das die Windows-Integrität sichergestellt hat. Von allen war es damals mit Abstand das einleuchtendste und am besten anzupassende System, das uns angeboten wurde.

Welche Funktionen musste ein ERP-System für Sie mitbringen?

Christoph Hering: Ein ERP-System musste für uns die Funktionen vom Auftragswesen über die Artikelverwaltung, die Lagerverwaltung, den Einkauf, die Disposition und die Preislisten abdecken. Das alles haben wir perfekt und vor allem vernetzt in godesys ERP vorgefunden. Kurz: Es war die Rundum-Lösung, die wir gesucht haben.

Welche Lösungen von godesys ERP nutzen Sie heute und wofür?

Christoph Hering: Wir nutzen zum einen die Lösungen für das Auftragswesen. Dort erfassen wir täglich 15.000 Positionen Artikel, die zum Großteil automatisiert ins System kommen, weiterverarbeitet werden und dann über die Tourenplanung zum Lagerverwaltungssystem in den Kundenauftrag kommen. Wir nutzen die Fakturierung, die dann die Rechnung erstellt, und natürlich die Fibu der godesys AG. Dort werden die ganzen Zahlungen verbucht. Wir verwenden außerdem intensiv das Preislistenmodul. Wir haben sehr viele Preislisten, da wir mit vielen unterschiedlichen Aktionspreisen und Kundengruppen arbeiten.

Was schätzen Sie an godesys ERP?

Christoph Hering: Die langjährige Partnerschaft. Wir haben schon viele gemeinsame Projekte realisiert. Bei den größeren Projekten mit hohem Customizing-Aufwand ist es hervorragend, dass Entwickler und Projektleiter vor Ort sein können, wenn es hart auf hart kommt. Sie haben uns beim Start in das große Projekt begleitet.

Außerdem schätzen wir die Anpassbarkeit der Module sehr. Wir können zum Teil eigene Entwicklungen einfließen lassen und selbst customizen. Der Großteil wird aber bequem über godesys angefertigt. Die Projekte waren immer sehr zielführend. Mittlerweile muss man rasch reagieren können. Da hilft uns der godesys Helpdesk mit schnellen und unkomplizierten Antworten weiter.

12.000 Produkte, 600 Kunden, tagesaktuelle Bestellungen und Lieferungen. Das ist alles sehr rasant. Wie wichtig sind da Analyse und BI für Sie geworden?

Christoph Hering: Die Analyse in einem BI-System ist für uns sehr wichtig geworden. Wir können uns dadurch Kennzahlen erarbeiten, die wir vorher nur grob geschätzt haben oder sogar gar nicht kannten. Wir zapfen auch verschiedene Systeme an – das ERP-System, das Lagerverwaltungssystem, die Zeiterfassung – bringen das zusammen und fixieren wertvolle Kennzahlen. Das hilft ungemein, schnelle Entscheidungen zu treffen.

Herr Hering, eine abschließende Frage: Muss der deutsche Mittelstand digital werden?

Christoph Hering: Der deutsche Mittelstand muss digital werden und ist zum Teil auch schon digital. 90 % der Bestellungen, die bei uns eintreffen, werden bereits digital übermittelt. Das sind rund 14.000 Positionen am Tag. Eine Erfassung per Hand wäre hier also nicht mehr denkbar. Und ich glaube nicht, dass das ein Nischenphänomen ist. Die Möglichkeiten sind da. Und werden auch genutzt.