Magdalena Gajewski Strategie-Markt ERP, #digitalnormal, Omni-Channel

Wie viele Verkaufskanäle braucht es? Über den Fluch und Segen des Omnichannel-Trends

Noch nie war die Produktauswahl so groß wie heute, noch nie standen Kunden und Händler vor mehr Entscheidungen – vor so vielen verschiedenen Kanälen. Doch „Augen zu“ oder „Kopf in den Sand“ gilt nicht, eine durchdachte Strategie muss her!

Die Erstellung eines umfassenden Omnichannel-Ansatzes stellt hierbei für viele die größte Herausforderung dar, so eine PAC-Erhebung. Denn was nützt die tollste neue Technologie, die pfiffigste Maßnahme, wenn am Kunden vorbei agiert wird?

Das Institut für Handelsforschung (IFH Köln) hat in diesem Zusammenhang herausgefunden, dass so manche neue Idee nicht bei der Zielgruppe ankommt. Beispiel: 20 bis 25 Prozent der Kunden haben keine Ahnung, ob es einen Online-Shop oder ein Geschäft des Händlers gibt, bei dem sie gerade stationär beziehungsweise online geshoppt haben.

„Der Einzelhandel der Zukunft bedingt ein analysebasiertes Kundenverständnis und nachhaltige Kundenbindungssysteme. Daten richtig zu nutzen ist die Schlüsselkompetenz“, lautet die zentrale Schlussfolgerung der Handelsforscher.

Den größten Umsatz erzielen dabei Shops, die sich entweder auf ihren Online-Kanal oder auf eine Omnichannel-Verzahnung konzentrieren. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle EHI-Studie Omnichannel-Commerce 2018.

Wer die Macht und Möglichkeiten seiner Daten und die des Omnichannel bestmöglich für seine Ziele nutzen möchte, kommt dabei an einem flexiblen Top-ERP nicht vorbei. Ohne anpassungsstarke Software lassen sich komplexe Omni-channel-Prozesse nicht erfolgreich steuern. Der Schlüssel zum Erfolg: Sie müssen Informationen zu Kunden, Vertriebspartnern, Produkten und Aktionen genau kennen und analysieren, Vertriebskosten reduzieren, Prozesse automatisieren und auf Expertise setzen. 

Hier ein paar Tipps, worauf in Sachen Omnichannel zu achten ist:

1.Definieren Sie im Vorfeld, welcher Kanal für das eigene Produkt und Geschäftsmodell ratsam und sinnvoll ist.

2.Stellen Sie sicher, dass Kundeninformationen sowohl online als auch im Geschäft am POS gebündelt vorliegen. Schaffen und pflegen Sie einen „single Point of Truth“. Verknüpfen Sie die unterschiedlichen Verkaufskanäle und Touchpoints so miteinander, dass der Kunde es nicht mitbekommt, wenn ein Wechsel stattfindet. 

3.Damit sich dieselben Informationen konsistent und in Echtzeit in allen Kanälen finden lassen, sollten Sie Artikelstämme über alle Mandanten hinweg zentral managen.

4.Entscheiden Sie sich für eine möglichst agile ERP-Plattform, die Erweiterungen und Änderungen problemlos gestattet. Gefragt ist ein ERP, das alle Daten zentral zusammenführt und in Echtzeit aktualisiert. Außerdem sollten sich neue Schnittstellen ohne großen Aufwand hinzufügen lassen.

5.Gewährleisten Sie gleichbleibend gute Beratung und verlässlichen Service. Ein flexibles und problemlos erweiterbares ERP-System dient hierbei abermals als Daten- und Steuerungszentrale. 

6.Setzen Sie im Ladengeschäft auf standardisierte Schnittstellen für gängige Kassensysteme, Kartenleser, Scanner, MDE und Etikettendrucker.

7.Denken Sie an strategische und IT-gestützte Erfolgsmessung, Stichwort BI, die mit dem ERP verknüpft sein sollte, um fehlerfreie, verlässliche und effiziente Analysen zu ermöglichen. 

Möchten Sie Ihr Wissen rund um die Herausforderungen und Chancen des Omnichannels vertiefen und sich mit Gleichgesinnten austauschen? Dann kommen Sie zur go2018, unserem Digitalisierungs-Event im November, und finden Sie weitere inspirierende Ansätze und konkrete Lösungen für Ihr Digitalisierungsprojekt. 

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