Steffen Kögler Strategie-Markt Mobility, Virtual Workspace, Future Work

Völlig losgelöst: Mit neuen Konzepten und einer Prise Mut mehr aus dem ERP herausholen

Egal, ob on- oder offline, am Schreibtisch oder unterwegs: Viele ERP-Möglichkeiten noch nicht ausreichend genutzt

„Effektivität bestimmt das Handeln, man verlässt sich blind auf den ander’n.“ Kennen Sie diese Zeilen? Was sich für einige anhören mag wie die Jahresansprache eines Firmenchefs zur Weihnachtsfeier, stammt aus dem Neue-Deutsche-Welle-Song „Major Tom“. Das Lied ist mittlerweile 37 Jahre alt, doch der Wunsch nach effektivem Handeln ist mindestens noch genauso groß, wenn nicht sogar größer als im Jahr 1982.

Zeitreise durch drei Jahrzehnte  

Was sich seit den 80ern grundlegend geändert hat: Damals setzten Unternehmen auf sogenanntes Material Requirements Planning (MRP), später auch Manufacturing Resource Planning genannt. Diese Systeme sollten dabei helfen, Produktion, Vertrieb und Lieferung zu planen. MRP-Lösungen ermöglichten es Unternehmen in erster Linie, ihre Bestände niedrig zu halten. Von der Vielschichtigkeit heutiger Systeme konnte ein Chef damals nur träumen. Der Begriff ERP, wie wir ihn heute kennen, kam erst in den Neunzigerjahren auf – die Systeme wurden erweitert um Funktionen wie Rechnungswesen, Personal- und Projektmanagement. Noch einmal zehn Jahre später vergrößerten Features wie Supply Chain Management, Customer Relationship Management und Business Intelligence die Möglichkeiten der Geschäftssoftware, gleichzeitig aber auch Effizienz und Transparenz.  

Volles Potenzial oft Lichtjahre entfernt  

Heute bieten ERP-Systeme noch sehr viel mehr. Sie sind hochflexibel und skalierbar, oft cloud-basiert und mobil aufruf- und nutzbar. Die Schwierigkeit: Noch immer wissen zu wenige Anwender und Firmenlenker um das volle Potenzial, die volle Warp-Power, ihrer Geschäftssoftware. In einer Umfrage hat godesys beispielsweise herausgefunden, dass 70 Prozent der Unternehmen ihr ERP noch immer nicht auf Smartphone oder Tablet nutzen – auch wenn dies ohne weiteres möglich wäre.   Die folgenden Punkte sollen zeigen, was ERP und Co. heute bereits können, und warum es sich lohnt, mehr aus seiner IT herauszuholen:  

  1. Ein System für alle Fälle Viele Dienstleister sind immer noch der Meinung: „ERP, das ist doch vor allem für produzierende Industrieunternehmen geeignet!“ Von wegen! Umfassende Analyse und Berichterstattung, Sales Management und Marketingautomatisierung, Kundenbeziehungspflege (CRM), Unterstützung des Online-Handels, Projekt- und Servicemanagement, BI und mehr: Moderne ERP-Systeme sind wie eine Wundertüte für das Datenmanagement und die Entscheidungsfindung. Mithilfe vorgefertigter Daten-Cubes lassen sich Profitabilität und Auslastungsgrade, Rentabilität und Störungshäufigkeit und ähnliche Fragen im Standard beantworten.  
  2. Besatzung an Bord miteinbeziehen Mithilfe einer ERP-Software lassen sich kaufmännische Prozesse unterschiedlichster Couleur beleuchten und in Zusammenhänge setzen. Die Ressource Mitarbeiter spielt hierbei eine immer wichtigere Rolle. Sie hätten gerne ein paar konkrete Beispiele? Kein Problem: Das ERP kann etwa bei Dispatching und Disposition, Einsatzplanung, aber auch bei Skill- und Projektmanagement helfen. Ein ganzheitlicher Ansatz und die Miteinbeziehung der Wünsche und vielleicht auch Sorgen der Mitarbeiter ist hierbei essentiell. Nur wenn Mitarbeiter genau wissen, welche Vorteile ein neues Tool oder ein neuer Prozess mit sich bringt, sind sie bereit, Zeit in Trainings und Anlernphase zu investieren und Änderungen offen zu begegnen.  
  3. Keine Angst vor innovativen Technologien und Konzepten Es liegt in der Natur des Menschen, neue Tools und Ansätze erst einmal kritisch zu beäugen: „Oh nein, nicht schon wieder ein neues Gerät oder System! Das macht bestimmt unfassbar viel Arbeit. Und die vielen Daten, die eingegeben werden müssen ...“ Um diese Ängste zu nehmen, sollten Unternehmen sich und ihren Mitarbeitern immer wieder die Vorteile und das Potenzial vor Augen führen, statt nur auf mögliche Nachteile zu schauen. Beispiel Tourenplanung: Ein Mitarbeiter verbringt statt vier Stunden im Auto mehr Zeit beim Kunden – dank IT-gestützter Ressourcenplanung „powered by mobile ERP“. Schlaue Software kann Unternehmen das Denken heute in immer mehr Bereichen abnehmen, damit mehr Zeit für strategische und kreative Aufgaben bleibt. So sind 80 Prozent der Anwendungsfälle im System vorgedacht. In vielen Fällen muss sich niemand extra hinsetzen, Daten sammeln und aggregieren.  
  4. Go mobile! Die vermehrte Mobilität und Flexibilität am Arbeitsplatz gehören zu DEN Errungenschaften der vergangenen Jahre. Als Vertriebsunterstützung, Auftragserfassung oder Datenerfassung der Mitarbeiter: Die mobile ERP-Nutzung hat viele Vorteile bei ortsunabhängigem Einsatz, und mit einer kontinuierlichen Weiterentwicklung von nativen Apps für iOS und Android lassen sich die mobilen Funktionen des ERP-Systems sogar kontinuierlich erweitern. Ein gutes Beispiel ist die praktische App godesys Mobile Sales für die mobile Kundenverwaltung. Mit ihr können Sie schnell und einfach auf das CRM-Modul von godesys ERP zugreifen und haben so alle wichtigen Kundendaten wie Adressen, Ansprechpartner und mehr parat. Oder wie wär’s mit godesys Mobile Time? Mit diesem Helfer erfassen Sie auch von unterwegs Informationen wie Arbeitszeiten, Projekte, Calls, Service-Leistungen oder Aufträge.  
  5. ERP to go Egal ob im Home-Office, im Büro oder unterwegs zum Kunden: Der Zugriff auf wichtige Daten und Funktionen zu jeder Zeit und an jedem Ort beeinflusst Effizienz, Produktivität und Wettbewerbsstärke. godesys Virtual Workspace bietet als Dual-Platform-Lösung alle Funktionen und Möglichkeiten des godesys ERP: Anwender können frei entscheiden, wie sie ihr ERP nutzen wollen. Das ist nicht nur ungemein praktisch – Sie können vom Rechner oder übers Internet aufs ERP zugreifen. Die aufgeräumte Benutzeroberfläche mit klarer Farbgebung und deutlichen Symbolen kombiniert mit dem gewohnten Zugriff über den Browser bietet Ihnen zudem neue Freiräume der Softwarenutzung. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass durch die webbasierte Arbeit keine Rechnerressourcen in Beschlag genommen werden. Browser-Plugins oder teure VDI-Lösungen sind auch nicht nötig. Keine Sorge: Der Webzugriff beinhaltet keinen Freifahrtschein für Hacker und andere Cyberkriminelle; hohe Sicherheitsstandards sind gewährleistet.  

Lassen Sie uns zurück zur anfangs erwähnten Effektivität kommen: Wer sein ERP wirklich effizient und sinnvoll fürs Unternehmen und seine Mitarbeiter nutzen will, hat heute mehr Möglichkeiten als je zuvor. Jetzt heißt es nur noch, Denkklemmen abzustreifen und neue Welten zu entdecken. Halten Sie’s doch ein bisschen wie Major Tom: „Die Erdanziehungskraft ist überwunden, alles läuft perfekt, schon seit Stunden...“ – und gerne auch viele Jahre!

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