Hans-Jürgen Zinn Strategie-Markt Business Intelligence, Digitalisierung, ERP-Lösung

Veränderungen mit Erfolg meistern - die Konsumgüterbranche im Digitalisierungs-Wandel

Mit unseren vier Ratschlägen helfen wir Ihnen dabei, Veränderungen schnell zu erkennen und Lösungen unter hohem Zeit- und Kostendruck umzusetzen.

Digitalisierung - auch Sie als Konsumgüterhersteller oder -großhändler kommen an dieser Transformation nicht mehr vorbei. Und die Veränderungen sind gravierend.

Online-Kauf ist für viele Kunden bereits der Standard ihres Einkaufs geworden. Hier den richtigen Platz für das eigene Unternehmen zu finden ist nicht einfach, denn Online-Anbieter fahren einen aggressiven Niedrigpreiskurs, während die Stammkunden des stationären Handels ungehalten reagieren, wenn ein Markenlieferant gleichzeitig den Wettbewerb aus dem Online-Handel beliefert.

Was können Sie dagegen tun?

Ein altbekannter Weg, um diesen Konflikt zu entschärfen, liegt in der Bildung von kundengruppenspezifischen Sortimenten. Der preissensitive Online-Kunde erhält eine etwas schlankere Standardvariante eines Produktes, während der stationäre Handel die ausgebaute Variante mit Zusatznutzen erhält. Dieses wesentliche Abgrenzungsargument funktioniert, sofern Sie die Gelegenheit bekommen, mit Ihren Kunden zu sprechen: Über das Beratungsgespräch zum Beispiel kann der Verkäufer den Zusatznutzen erläutern und den damit verbundenen Preis rechtfertigen.

Je nach Produktbereich reichen diese Ansätze allerdings nicht immer aus. Um dem veränderten Kaufverhalten des Konsumenten gerecht zu werden und die eigene Marktposition zu verteidigen, müssen andere Lösungen her.

Für Sie als Konsumgüterhersteller und –großhändler bedeutet das aber, dass Sie die gesteigerte Komplexität managen müssen, während sich der Kostendruck jedoch keinesfalls reduziert. Sie müssen also effizienter werden. In der eigenen Organisation, aber auch in der Lieferkette. 

Diese vier Ratschläge können Ihnen dabei helfen: 

Gute Stammdatenpflege bei mehreren Vertriebskanälen

Um den unterschiedlichen Anforderungen der alten und neuen Absatzwege gerecht zu werden, müssen häufig neue Produktvarianten geschaffen oder die vorhandenen Preislisten und -strukturen erweitert werden. Bestehende IT-Systeme bringt das häufig an die Leistungsgrenze. Für derart komplexe Abbildungen sind die zugrundeliegenden Datenstrukturen oft nicht geschaffen. 

Verschärft wird diese Problematik durch die steigende Anzahl von Aktionen und aktionsbedingten Sonderpreisen und –rabatten. Dies kann nur noch mit einem ausgefeilten Kampagnen-Management, das hochintegriert mit der Artikelstamm-, sowie der Preis- und Rabattpflege, aber auch mit der anschließenden Auftragsverwaltung arbeitet, bewältigt werden. Die grundsätzlichen ERP-Funktionalitäten und auch alle damit umgesetzten Prozessschritte stehen also plötzlich auf dem Prüfstand.

Effiziente und automatisierte Prozesse sind gefragt

Letztlich erfordert die digitale Transformation die Neuanpassung aller Prozesse, häufig kombiniert mit einer Neuorganisation. Eine effizientere Gestaltung der Prozesse bedingt, dass möglichst keine Medienbrüche und Doppelerfassungen mehr stattfinden. 

Dafür müssen die Prozesse möglichst vollständig auf einem zentralen IT-System, in der Regel dem ERP-System, abgebildet werden. Dort, wo Mitarbeiter außer Haus oder in Bereichen mit schlechtem Zugang zum Zentralsystem tätig sind, muss durch den Einsatz von mobilen Lösungen die „digitale Strecke“ erweitert werden und eine zeitnahe und maximal integrierte digitale Verarbeitung eingerichtet werden. 

In der innerbetrieblichen Logistik geht dieses Bestreben daher sehr schnell einher mit der Einführung von Barcode-, QR-Code- und RFID-Lösungen, die das schnelle und fehlerfreie Erfassen von Artikelnummern, Chargen- und Seriennummern, Lagerorten und –plätzen, Produktionsbereichen etc. mit unterschiedlichen mobilen Geräten ermöglichen.

Auch die Stütz- und Verwaltungsprozesse müssen digital und damit effizienter gestaltet werden. Hier leistet ein in das ERP-System integriertes Workflow-System wertvolle Dienste. 

Es ermöglicht zum einen, die Prozessabläufe und Zuständigkeiten klar zu definieren und bietet gleichzeitig die Möglichkeit, die so definierte Abarbeitungsfolge integriert und elektronisch zum nächsten Bearbeiter zu führen. 

Perspektivisch liegt hier noch ein großer Schatz begraben. Je mehr Daten wir digital verfügbar haben, umso mehr können wir uns intelligente Algorithmen ausdenken, die eine „digitale Entscheidung“ ermöglichen und so an vielen Stellen den manuellen Eingriff des Sachbearbeiters überflüssig machen. 

Prozessbeschleunigung und eine höhere Prozesssicherheit sind damit garantiert. Selbstverständlich ermöglichen diese Systeme auch Eskalationsschritte, wenn Fehler oder Abweichungen festgestellt werden. Das kann dann auch gerne mal eine Meldung auf dem Smartphone sein. Eine permanente Anwesenheit des Prozessüberwachers / Entscheiders ist dafür nicht mehr erforderlich.

Mehr Transparenz und eine fundierte Prozessverbesserungen dank BI

Die so gewonnene digitale Prozessabbildung bietet gleichzeitig die Chance, diese Daten gezielt in ein Analysesystem (BI - Business Intelligence System; so langsam verdient es sich diesen Namen auch wirklich) zu überführen und sowohl aus diesen Daten operative Entscheidungen abzuleiten, wie auch Erkenntnisse über die Prozessqualität zu gewinnen und daraus wiederum Prozessverbesserungen abzuleiten.

Einbindung von Kunden und Lieferanten in Ihre digitale Verarbeitung

Schon vor vielen Jahren wurden unter dem Stichwort „ECR – Efficient Consumer Response“ verschiedene Strategien propagiert, die effizientere Abwicklungen zwischen den handelnden Partnern schaffen sollten, um eine schnelle, kostengünstige und ressourcensparende Versorgung der Verbraucher zu erzielen. 

Die starken Eigeninteressen der jeweiligen Partner verhinderten, bis auf einige wenige Ausnahmen, dass sich hier bahnbrechende Erfolge einstellten. Zudem war der Aufwand für die erdachten Maßnahmen extrem hoch. Dennoch muss an dem Grundgedanken weiter gearbeitet werden, vielleicht führen technische Möglichkeiten und pragmatischere Ansätze in Zukunft zum Erfolg. 

Letztlich ist und bleibt der Konsumgütermarkt ein heiß umkämpftes Business, bei dem seit jeher ein hoher Kostendruck auf allen Beteiligten lastet. Verpassen Sie daher keine Chance, durch Veränderung und optimale Anpassung an die neuen Marktbedingungen, die Digitalisierung zu meistern und letztendlich damit Erfolge zu erzielen.

 

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