Big Data und die Folgen
Godelef Kühl Strategie-Markt Big Data, ERP, Business Intelligence

Big Data und die Folgen - Schmeiss deine Daten weg!

Alle reden von Big Data. Und den Wert, der damit verbunden ist, wenn wir immer mehr Daten sammeln, speichern und auswerten. Die Realität in den Unternehmen sieht aber anders aus: Daten speichern und auswerten kostet zuallererst Geld - Ihr Geld. Wir haben ein paar Tipps für Sie:

Datenspeicherung kostet

Weil wir immer mehr Daten sammeln, wird das Speichern immer billiger. Der Verfall der Preise für Speichermedien und die Beschleunigung der Zugriffszeiten laufen im Takt. Und trotzdem wird das Speichern für Unternehmen nicht billiger, sondern teuer. Der Grund ist einfach, gemäß einer Forrester-Analyse verdoppeln die Unternehmen jedes Jahr die Menge der zu speichernden Daten. Der Zuwachs an Daten ist also deutlich größer als der Preisverfall. Drum prüfe, was Du ewig speicherst.

Daten speichern schafft Komplexität

Die NSA macht es vor und wir machen mit. Nicht immer freiwillig, aber wir sammeln. Egal ob gesetzliche Aufbewahrungsfristen, Compliance-Anforderungen oder einfach der Hunger der Marketing-Abteilung - das Sammeln wird immer mehr und es wird immer komplexer. Vor ein paar Jahren hatten wir noch File-Systeme und die Dominanz der Windows-Welt. Orte und Dateiendungen waren bekannt. Heute sammeln wir im Dokumentenmanagementsystem (DMS), lassen E-Mail-Archive mit nichts sagender Korrespondenz ungeprüft auf Platten ablegen, haben die Zahl der Dateiformate im Multimediazeitalter mehr als verzehnfacht und wissen vor lauter Virtualisierung real nicht mehr, was sich wo befindet. Sicher, die kleinen Tools, die die Duplikate aufspüren und löschen, sollen helfen. Aber auch das kostet Zeit und Geld, um Probleme zu lösen, die wir früher nicht hatten. Und diese Komplexität bremst uns und wird noch viel mehr Geld kosten. Wir brauchen also einen anderen Umgang mit Daten. Je besser Sie Daten strukturieren - oder besser - strukturiert Sie Daten speichern, desto besser lässt sich der Umgang mit den Daten organisieren.

Je mehr Daten du hast, desto weniger kannst du ihnen trauen

Egal ob Unternehmensvernetzung oder der Trend zu Zweit- und Drittgerät. Immer mehr Personen bearbeiten gleiche Daten. Und erzeugen Kopien. Nur wissen wir nicht mehr, wenn wir eine Version in Händen halten, ob das nun die endgültige Version oder eben nur eine Kopie ist. Je mehr Teamwork wir pflegen, je mehr Projektarbeit wir forcieren, je mehr Outsourcing wir betreiben - umso mehr Kopien von Daten erzeugen wir. Haben Sie eine Regel oder ein Verfahren, mit dem Sie sicherstellen, dass die jeweiligen Vorgängerversionen auch wirklich gelöscht werden?

Daten analysieren bringt mehr als Daten speichern

Nur Daten speichern, bringt keine Erkenntnisse. Erst das Auswerten schafft Vermögen. Fragen Sie mal bei Google. Überlegen Sie also bei allen Daten, warum Sie sie speichern und welchen Nutzen Ihnen die Daten bringen können. Und dann arbeiten Sie am Nutzen oder erledigen die lästige Verpflichtung zum Speichern mit dem Sicherungsband (das kostet immer noch am wenigsten).

Fazit

Die strukturierte Datenspeicherung ist ein häufig verkannter Mehrwert von ERP-Systemen. Der entfaltet sich aber nur, wenn es Ihnen gelingt, dass Sie bei der täglichen  Arbeit die zahllosen unstrukturierten Informationen aus E-Mails, Briefpost und welchen Informationsquellen auch immer direkt in Relation mit ihren Produkten, Kunden oder Lieferanten speichern können. Und den Mehrwert aus diesen Daten zieht man heute auch nicht mehr in Form von angepassten Listen und Reports, sondern mit strukturierten Datenwürfeln, die sich in Echtzeit aus dem ERP versorgen. Aber vergessen Sie nicht: Spätestens nach zehn Jahren können Sie auch die Datenbank aufräumen und entschlacken. Heilfasten hilft nicht nur dem Menschen! 

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