nicos AG ERP-Auswahl Digitale Transformation, ERP-Auswahl, Change Management

Widerständen erfolgreich begegnen: Change Management, eine Achterbahnfahrt

Teil 2: Das godesys ERP-Tagebuch

Um die hohen Service- und Sicherheitsanforderungen seiner Kunden auch zukünftig zuverlässig zu bedienen, hat sich die nicos AG, Spezialist für sichere, globale Datenkommunikation für die flexible ERP-Lösung von godesys entschieden. 

Erfahren Sie im zweiten Teil des ERP-Tagebuchs, wie die nicos AG den Widerständen im eigenen Haus begegnet.

Teil 2 des ERP-Tagebuchs der nicos AG

Kennen Sie das chinesische Sprichwort: Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen?

Als bei uns feststand, dass ein neues ERP-System eingeführt werden sollte, stellten wir uns die Frage: Wie kann es gelingen, die neue Software unternehmensweit als Windmühle zu etablieren und erfolgreich einzusetzen? Wie bauen wir Mauern und Vorurteile gegenüber neuen Prozessen ab? Denn eine ERP-Implementierung stellt sicher nicht nur eine technische und strategische Herausforderung dar. Zugleich geht es um gute Kommunikation, ein gemeinsames Verständnis von Zielen und Abläufen sowie mögliche Berührungsängste. Denn eine neue Software bedeutet auch, sich Neuem zu öffnen. 

So mancher möchte lieber bei den Arbeitsabläufen und Technologien bleiben, die er oder sie bereits seit Jahren kennt. Das geht Ihnen sicherlich auch manchmal so, oder? Indem wir Veränderungen skeptisch begegnen, möchten wir uns vor Enttäuschungen schützen – auch deshalb, weil wir uns häufig auf Widerstände und Unannehmlichkeiten konzentrieren und positive Effekte aus dieser Angst heraus erst einmal ausblenden. 

ERP-Einführung, eine emotionale Achterbahnfahrt 

Wissenschaftler wie Joe B. Hurst und John W. Shepard sowie Alexander Groth bezeichnen die Logik der Gefühle in Veränderungsprozessen als Achterbahnfahrt. Während eines Wandels – beispielsweise der Einführung einer neuen ERP-Software – durchlaufen Führungskräfte und Mitarbeiter eine Achterbahn mit sechs verschiedenen Phasen: Einer Phase der Gleichgültigkeit vor Beginn des Projekts folgen Verneinung, Zorn, Verlustängste und Trauer, gefolgt von Akzeptanz und last but not least Integration, also Entspannung und auch ein wenig Stolz über die vollbrachte Leistung.

Das ist Ihnen zu wissenschaftlich, zu psychologisch? Warum sollte ein ERP-System denn Wut oder Trauer hervorrufen?

Natürlich werden die verschiedenen Abschnitte der Achterbahnfahrt der Gefühle von Mitarbeiter zu Mitarbeiter ganz anders absolviert und wahrgenommen. Es spielt eine Rolle, wie sehr Sie persönlich in den Veränderungsprozess eingebunden sind, wie sehr und intensiv Sie die Software selber nutzen, das Projekt individuell begleiten.

Außerdem tickt jeder Kollege ein bisschen anders: Manche durchfahren die Achterbahn mit angezogener Handbremse, anderen kann es nicht schnell genug gehen bis die neue Software endlich läuft. Nicht zuletzt ist es auch von Bedeutung, ob Sie bereits einmal eine Software-Neueinführung miterlebt haben, und wie es Ihnen damit ergangen ist. Mögen Sie Neues per se oder sind Sie eher der abwartende, skeptische Typ?

All diese Aspekte fügen sich zum großen Ganzen zusammen. Sie entscheiden, ob wir die Implementierung eines neuen Systems ruhig und gelassen oder eher kopfschüttelnd und argwöhnisch beobachten. Gefühle haben hierbei die Oberhand. So sehr Sie es sich vielleicht auch wünschen: Der Verstand entscheidet nicht, wie wir dem Wandel begegnen.

Die nicos-Prozesslandkarte bietet Orientierung

Die Veränderungen, die mit der Einführung des ERP einhergehen, betreffen alle Abteilungen im Unternehmen – vom Vertrieb über den Einkauf bis hin zum Controlling. Alle Bereiche müssen ihre Abläufe auf den Prüfstand stellen und ihre Arbeitsweisen im Sinne des Gesamtablaufs weiterentwickeln.

Orientierung bietet hier die gemeinsam erarbeitete nicos Prozesslandschaft mit den Phasen Service, Strategy und Sales Prozess, Service Design, Service Transition, Service Operations sowie dem kontinuierlichen Verbesserungsprozess, der die permanente Anpassung unserer Services an die sich dynamisch ändernden Anforderungen sicherstellt. An dieser Stelle ist ein EPR gefragt, das die Flexibilität und Möglichkeit bietet, Prozesse stets anzupassen, um auf neue Anforderungen zu reagieren.


Ein bisschen Spaß muss sein…

Mit diesen Informationen im Hinterkopf, haben wir bei der Einführung des godesys ERP bei nicos zudem bewusst darauf geachtet, wie die Teams aufgestellt sind und welche Unterschiede es in der Teamzusammenstellung zu beachten gibt.

Unser Ziel war und ist es, abteilungsübergreifenden Austausch anzukurbeln. Offene und ja, manchmal auch hitzige, Diskussionen sehen wir als hilfreiche Grundlage, um Lösungen finden zu können.

In Teamworkshops versuchen wir uns an neuen Methoden. Eine wichtige Vorgabe hierbei: Die Teams dürfen und sollen auch Spaß haben. Geht es um die Namensfindung der Arbeitsgruppen zählen Kreativität und viel Freude am gemeinsamen Grübeln. So gibt es beispielsweise ein Team, das sich Corleone nennt und den Leitspruch gegeben hat: „Wir machen ihm ein Angebot, das er nicht ablehnen kann.“ Das wird bestimmt ein spannender Beitrag – wir freuen uns!

Was haben wir also in Sachen Change Management gelernt? Es kommt immer darauf an, wie man mit dem Neuen umgeht und es an andere heranträgt. Nur wer sich der Veränderung stellt, diesen Prozess aktiv mitgestaltet, nicht den Kopf einzieht und die Einstellungen der verschiedensten Beteiligten beachtet, nutzt das positive Potenzial neuer Systeme und Arbeitsprozesse. Veränderungen müssen keine Kopfschmerzen verursachen. Mit der richtigen Taktik und Einstellung bedeuten sie ein Plus an Freiheit. In diesem Sinne: Lassen Sie uns mehr Windmühlen und weniger Mauern bauen!

Lesen Sie im nächsten Teil des ERP-Tagebuchs: Herr werden über das Datenchaos - Stammdaten-Management 

Weitere Informationen

    0 Kommentare

    Neuen Kommentar schreiben

    Dies ist ein Pflichtfeld!
    Keine Kommentare gefunden!