Daniel Schmitt ERP-Auswahl ERP System, #digitalnormal

Was ist ein ERP-System?

In meinem Blog-Beitrag möchte ich zurück zu den Basics gehen. Noch vor einem halben Jahr stellte ich mir diese Frage nämlich selbst: „Was ist denn ein ERP-System?“ Ich las zum ersten Mal von godesys in einer Stellenanzeige und schmökerte durch die Homepage. Seitdem habe ich viel über diese Art betriebswirtschaftlicher Software gelernt. Aber: bei Weitem nicht alles. Und ich habe erfahren, dass es nicht nur mir so geht. Sicher fragen es sich auch einige Leser, die auf diese Seite gefunden haben. Nun denn, ich will damit aufräumen und Ihnen – im Groben – erzählen, was ein ERP-System ist, was es tut, was es kann und wie ein Unternehmen davon profitiert.

Was bedeutet ERP-System?

Machen wir es uns erst einmal ganz einfach. ERP steht für Enterprise Resource Planning. Also Unternehmensressourcen-Planung. So weit, so gut. Ist damit alles klar? Eigentlich wirft das ja nur mehr Fragen auf.

Was ein Unternehmen ist, kann man sich ja noch denken. Produzierendes Gewerbe, Handel, Dienstleister. Bei Ressourcen sieht es da schon anders aus. Geld? Immobilien? Mobilien? Gehören der alte Overhead dazu und die ganze Produktionsanlage. Die Produktionsstraße? Oder vielleicht sogar alle Mitarbeiter und deren zeitliche Verfügbarkeiten?

Ganz schön verwirrend. Aber das Gute ist – und hier sind wir schon ein Stück weiter bei der Beantwortung der Frage, was ein ERP-System ist: Für eine ERP-Software gehört alles dazu. Es sorgt dafür, dass in einem Unternehmen all diese Ressourcen entlang der Wertschöpfungskette effizient geplant, verwaltet und eingesetzt werden können.

Wenn man die einschlägigen Online-Lexika befragt, findet man häufig noch den Hinweis, dass es sich bei einem ERP-System oft um eine komplexe Anwendung oder eine Vielzahl miteinander kommunizierender Anwendungssysteme handelt. Dies liegt daran, dass ERP-Systeme oftmals hochkomplizierte Unternehmensprozesse abbilden können müssen – und das über verschiedene Abteilungen hinweg.

Fassen wir also kurz zusammen: Ein ERP-System ist eine Software, die einem Unternehmen dabei hilft, alle internen Prozesse und Abläufe inklusive der beteiligten Ressourcen zu steuern und zu planen.

Was macht ein ERP-System?

Was ein ERP-System ist und was es macht, hängt im Wesentlichen damit zusammen, wofür es eingesetzt wird. Unterscheidungsfaktoren sind hier die Branchen (zum Beispiel Handel, Produktion, Dienstleister), in denen sie verwendet werden, und die Unternehmensgröße.

Moderne ERP-Softwareanwendungen vereinbaren diese Unterschiede oftmals durch Flexibilität und Skalierbarkeit. Das heißt, sie bieten beispielsweise einen modularen Aufbau an, der es Unternehmen ermöglicht, genau die Features zu nutzen, die ihre Anwendungsszenarien abbilden. Die Frage nach der Unternehmensgröße ist hier, genau genommen, eigentlich die Frage nach der Anwenderzahl. Und die lässt sich für gewöhnlich komfortabel über ein Lizenzierungsmodell lösen.

Sie ahnen es schon: Die Frage nach der Branche ist also die entscheidendere. Aus „Was ist ein ERP-System“ wird so schnell „Was darf das ERP-System für Sie tun?“.

Am besten bildet es natürlich alle Geschäftsprozesse ab, werden Sie jetzt denken. Und da haben Sie natürlich recht. Deshalb gehören zu den typischen Funktionen eines ERP-Systems:

Das ERP-System funktioniert in diesen Bereichen als eine Art zentrales Gehirn. Es ist der Dreh- und Angelpunkt im Unternehmen, in dem alle Daten zusammenfließen. Je nachdem, welcher Anwender welche Informationen in welcher Form benötigt, spielt das ERP diese Daten wieder aus und macht sie ihm zugänglich und editierbar.

Das stellt sicher, dass alle Mitarbeiter des Unternehmens auf dem gleichen Stand sind und ihre Arbeit bestmöglich erledigen können. An anderer Stelle habe ich ERP-Software einmal mit einem Faktotum verglichen. Und dieser Vergleich ist tatsächlich sehr zutreffend. Es macht einfach alles. Als guter Geist im Unternehmen hält es alle Fäden in der Hand und hilft, dass alles rund läuft.

Beispiel gefällig?

Stellen Sie sich beispielsweise einmal folgende Situation vor – eine, die mit einem ERP-System ganz einfach umzusetzen ist:

Sie produzieren Lebensmittel, sagen wir Tiefkühl-Pizza, denn jeder mag Pizza. In Ihrem ERP-System ist definiert, dass Sie immer eine Menge X an Mehl vorrätig haben müssen. Sobald ein Mitarbeiter Mehl für die Produktion abholt, bucht er sie per Barcode kabellos aus dem System aus. So weiß die ERP-Software immer, wie viel Mehl noch im Haus ist. Sinkt der Bestand, meldet das ERP das direkt an den Einkauf.

Dort erscheint dann eine Meldung: Mehl ordern. Dies muss nur noch quittiert werden und eine Bestellung wird automatisch beim Lieferanten des Vertrauens ausgelöst.

Der liefert natürlich prompt. Am Wareneingang wird das Mehl automatisch vom Kollegen eingescannt und die neue Menge wiederum ins System eingegeben.

Die Rechnung dafür geht – ebenfalls automatisiert ins ERP – und kann von der Buchhaltung abgewickelt werden, die die Daten ja logischerweise direkt erhalten hat.

Währenddessen wird in der Produktion fleißig gerührt, geknetet und belegt. Im PPS-System sind alle leckeren Rezepturen des Unternehmens hinterlegt, die direkt in die Maschinen eingegeben werden können. So stellt der Betrieb sicher, dass alle Pizzen immer gleich gut bleiben.

Am Warenausgang werden die Tiefkühlpizzen verpackt und entsprechend der Lieferlisten – die aus dem Bestellsystem des ERP generiert werden – zusammengestellt. Die Tourenplanung hat bereits die idealen Wege zu den Supermärkten berechnet und an die LKW-Fahrer verteilt.

Ach ja, dass die Supermärkte natürlich ihre Bestellungen nicht mehr auf Papier, sondern per EDI (Electronic Data Interchance, elektronischer Datenaustausch) direkt ins ERP eingeben können, muss natürlich nicht erwähnt werden, oder?

Diese kleine Anekdote zeigt zwei Dinge sehr klar: Zum einen, was ein ERP-System ist. Zum anderen, wie es als zentraler Knotenpunkt die verschiedenen Unternehmensbereiche vernetzt und steuern kann.

Was können Sie von einem ERP-System erwarten?

Kurz: Jede Menge Arbeitserleichterung. Und das schreibe ich hier nicht nur, weil ich für einen ERP-Hersteller arbeite. Sicher, am Anfang steht ein zeitaufwändiger Auswahlprozess, die Software will eingeführt und die Kollegen geschult werden.

Aber überlegen Sie nur einmal, welche Zeitersparnis auf Sie zukommen wird. „Was ist ERP-System?“ war die Eingangsfrage dieses Beitrags. Wenn Sie mich fragen: Eine immense Vereinfachung Ihres Arbeitsalltags.

Wenn alle an einem Strang ziehen, läuft eben alles rund im Unternehmen.

Ich hoffe, dieser Artikel hat Ihnen einen kleinen Überblick darüber gegeben, was ein ERP-System ist. Wenn Sie mehr erfahren möchten, schauen Sie sich doch auf der godesys Website um.

Dort können Sie sich beispielsweise ansehen, wie godesys ERP gezielt die Anforderungen unterschiedlicher Branchen abdecken kann. Oder welche Module wir für die einzelnen Abteilungen in Unternehmen anbieten. Insbesondere, wenn Ihr Unternehmen eine mobile Workforce hat, sind vielleicht auch unsere Mobility-Lösungen interessant für Sie.

Oder sind Sie schon einen Schritt weiter und möchten ein ERP-System in Ihrem Unternehmen einführen. Da stehen Sie natürlich erst einmal vor einer großen Aufgabe. Aber auch hier unterstützen wir Sie gern.

Zum Beispiel auch mit unserem beliebten ERP-Knigge. Mittlerweile ist er ein regelrechtes Standardwerk in der ERP-Beratung geworden, mit dem wir Interessenten helfen, Fallstricke zu vermeiden und zu lernen, auf was es bei der Wahl eines Anbieters zu achten.

Das könnte Sie auch interessieren:

-       Webinar: Die 7 Schritte zur sicheren ERP-Auswahl

-       Webinar: Wie gestalte ich eine ERP-Auswahl

-       Download: 10 Gründe für godesys

 

 

Weitere Informationen

    Keine Kommentare gefunden!
    -->