Daniel Schmitt ERP-Auswahl ERP System, #digitalnormal, Omni-Channel

Und jetzt alle zusammen!

Auf was Sie in Hinblick ERP-Auswahl bei Ihrer Omnichannel-Strategie achten sollten.

Omnichannel. Der Begriff ist Ihnen sicherlich schon einmal über den Weg gelaufen. Wenn nicht, empfehle ich Ihnen direkt, uns auf der TradeWorld in Stuttgart zu besuchen. Wenn doch, haben Sie sich bestimmt schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie Sie eine erfolgreiche Omnichannel-Strategie auf die Beine stellen oder Ihren bestehenden Ansatz raffinieren können. Ich nehme es schon einmal vorweg: Ein cleveres ERP-System hilft Ihnen dabei. Wie? Das möchte ich Ihnen im Folgenden verraten.

Ihre Omnichannel-Strategie beginnt mit den richtigen Channels.

Wer an einer nachhaltigen Omnichannel-Strategie arbeitet, muss sich zunächst einmal klarwerden, was das eigentlich bedeutet. Dass der klassische Handel schon lange nicht mehr isoliert existiert, ist klar. Zuerst gesellte sich der Versandhandel dazu. Aber mit der Zeit kamen Begriffe (und damit Modelle) wie Multi-channel, Cross-channel und eben auch Omnichannel auf.

Wer diese Konzepte einmal nebeneinander betrachtet, erkennt schnell, worin sie sich unterscheiden und welche Stärken sie haben. Aber eben auch, welche Herausforderungen sie mit sich bringen. Aber wie heißt es so schön: Die Herausforderungen kennen heißt, sie meistern zu können. Gehen wir also diesen Schritt.

Multi-channel. Kaufen Sie hier. Oder kaufen Sie da.

Im Multichannel-Vertrieb bedient ein Händler verschiedene Absatzkanäle. Dazu können ein klassischer Ladenbetrieb gehören, Versandhandel, Online-Shop, App und so weiter. Diese Kanäle müssen aber nicht notwendigerweise miteinander verzahnt sein und können für sich allein stehen. Das „Multi“ steht eben für „viele“ Kanäle.

Cross-Channel. Hier gucken, da kaufen.

Nein, ich meine nicht, dass man bei der Konkurrenz kaufen soll. Vielmehr bietet ein Cross-channel-Händler mehrere Kanäle an, die für denselben Kauf genutzt werden. Ein klassisches Beispiel ist der Neuwagenkauf. Der Kunde konfiguriert sich das Fahrzeug online, nimmt die Konfiguration mit zum Händler und bestellt (und kauft) das Auto dort. 

Omnichannel. Kaufen ohne Grenzen.

Wer auf die Omnichannel-Strategie setzt, bietet seinem Kunden ein nahtloses Einkaufserlebnis. Omnis ist Latein und bedeutet „alle“ oder „jeder“. Es wird also „jeder“ Kanal bespielt. Im Prinzip ist es also der große Bruder des Multi-channel-Vertriebs. Wichtig ist jedoch, dass die Daten des Kunden über alle Kanäle konsistent bleiben und nicht verloren gehen. Die Kundenerfahrung ist also ungebrochen. Egal ob ich mich als Kunde in der App, dem Online-Shop bewege oder mit der Kundenkarte vor Ort ausweise, ich bin bekannt.

Daten. Der Schlüssel zur Omnichannel-Strategie.

Sie ahnen es: Für eine erfolgreiche Omnichannel-Strategie kommt es auf die Daten an. Nicht nur die reinen Adressdaten. Bewegt sich der Kunde über die einzelnen Kanäle hinweg, generiert er jede Menge an Informationen, die Sie nutzen können und sollten. Suchverhalten, Rechnungsdaten, Einkäufe, Nutzungsverhalten und vieles mehr.

Dasselbe gilt aber auch für Ihr Unternehmen. Warenwirtschaft, Buchhaltung, CRM, Marketing, Kundenservice – überall entstehen Daten. In besonders großen Mengen. Denn Sie bedienen ja eben „alle“ Vertriebskanäle.

Und Datenströme.

Und wohin strömen die?

Richtig: Am besten ins ERP-System. Im Idealfall verknüpft die Software die einzelnen Abteilungen Ihres Unternehmens systematisch und sinnvoll und stellt Daten überall konsolidiert zur Verfügung. So gelangen Beispielsweise Produktdaten aus der Warenwirtschaft direkt in die Online-Shops und Apps. Bestellungen ins CRM und die Buchhaltung. Bestellhistorien können bei Marketing-Aktionen berücksichtigt werden. Und so weiter.

Tipp 1: Setzen Sie auf modulare Lösungen.

Der Markt an ERP-Systemen ist groß und der Funktionsumfang und die damit verbundenen Kosten unterscheiden sich gewaltig. Prinzipiell ist es verständlich, wenn Sie am Anfang bei Ihrer IT-Lösung nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen wollen und vielleicht auch erst einmal nur den Funktionsumfang beziehen wollen, den Sie unbedingt benötigen.

Aber sehen wir den Tatsachen ins Auge. Wenn Ihre Strategie wirklich auf Omnichannel abzielt, werden Sie auf kurz oder lang nicht um eine umfassende Lösung herumkommen. Es ist also clever, nach einer ERP-Lösung zu suchen, die modular aufgebaut ist und mit Ihrem Unternehmen und Ihrem Erfolg mitwachsen kann.

Tipp 2: Mobiles ERP kann Ihnen helfen.

Mit mobilem ERP als Teil Ihrer Omnichannel-Strategie können Sie gleich an zwei Stellen punkten: Im Kundenservice vor Ort und im Lager.

So können Sie beispielsweise in Ihrem Handelsbetrieb auf Datenerfassung und -abruf  per Tablet setzen. Ihren Verkäufern stehen dabei alle wichtigen Funktionen zur Verfügung, die sie dabei benötigen, seien es Kundendaten, Lagerbestände oder Produktinformationen.

Im Lager lassen sich Prozesse durch mobiles ERP ebenfalls erheblich verbessern. Wenn Sie beispielsweise auf Barcodes setzen, die beim Picken oder Nachfüllen gescannt und direkt ins ERP ein- oder ausgebucht werden. Das spart Papier und minimiert Fehler.

Tipp 3: Achten Sie auf Integrationsmöglichkeiten.

Wer auf eine Omnichannel-Strategie setzt, muss verschiedene Applikationen bedienen können. Dazu gehören beispielsweise Online-Plattformen wie Amazon oder eBay. Im Idealfall ist Ihr ERP mit diesen Plattformen kompatibel und kann Daten austauschen.

Andersrum ist es genauso praktisch. Wenn Sie beispielsweise einen Webshop betreiben und Portlets Ihres ERP-Systems sich darin integrieren lassen. Natürlich nur in dem Umfang, wie es dafür notwendig und zielführend ist. So lassen sich Beispiel Retouren managen.

Tipp 4: Mit BI alles im Blick.

Wir können es eigentlich nicht oft genug sagen. Business Intelligence ist der Schlüssel zum Erfolg. Das gilt für Ihre Omnichannel-Strategie nur umso mehr. In einer Branche, die so schnelllebig ist, ist die Analyse und Bewertung Ihrer Kennzahlen in Echtzeit unerlässlich.

Sie müssen sich nur einmal vor Augen halten, wie groß die Menge der Zahlen sein wird, die täglich, wenn nicht sogar stündlich, auf Sie einströmen wird. Hier den Überblick zu behalten wird äußerst schwierig werden. Jede Entscheidung, die Sie treffen, kann und wird Konsequenzen haben.

Denken Sie also von vorneherein gut über dieses Thema nach und lassen Sie sich von Ihrem potenziellen ERP-Anbieter gut dazu beraten.

Tipp 5: Machen Sie Ihre Hausaufgaben.

Ich will jetzt nicht mit erhobenem Zeigefinger predigen. Aber es stimmt einfach. Ihre Omnichannel-Strategie kommt nun einmal von Ihnen. Das ERP-System ist das Werkzeug, das sie Ihnen ermöglicht. Wenn Sie sie nicht vorher gut durchdacht haben, wird kein ERP-System der Welt die Lücken stopfen können.

Nutzen Sie also den Vorlauf. Analysieren Sie Ihre Prozesse. Definieren Sie sie gegebenenfalls neu und diskutieren Sie sie mit potenziellen ERP-Anbietern. Stellen Sie ein klares Lastenheft auf, bei dem Sie auch schon an zukünftige Szenarien denken.

Wir bei godesys helfen Ihnen gern dabei. Ihr Vorteil: Sie sind nicht das erste Projekt, das wir auf die Beine stellen. Wir kennen die Branche und die Anforderungen. Deshalb können wir Sie auch gut unterstützen. Fragen Sie uns einfach und lassen Sie sich von uns unverbindlich beraten.

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