Teufel Lautsprecher GmbH

Fallbeispiel Lautsprecher Teufel GmbH

godesys - Referenz Teufel

Wachstum klingt gut

Lautsprecher Teufel setzte auf agile IT-Strukturen

Bereits seit Ender der 90er Jahre setzte Lautsprecher Teufel konsequent auf E-Commerce, mit beträchtlichen jährlichen Zuwachsraten.

IT-Leiter Ulli-Martin Podubrin beschreibt, mit welchen IT-Strukturen er dieses Wachstum begleitet und was es heißt, richtungsweisende Entscheidungen schnell umzusetzen.

Fordern Sie unten in diesem Dokument einen kostenlosen godesys Sonderdruck der Cover-Story der IT-Mittelstand an.

Auszug aus dem Interview in der IT-Mittelstand:

Teufel Anwenderbericht [Bild]

ITM: Sie haben 2009 ein neues ERP-System eingeführt. Auf wen fiel die Wahl und wie lange dauerte die Implementierung?

Ulli-Martin Podubrin: Die Entscheidung fiel zugunsten des Mainzer ERP-Hauses godesys, die Implementierung dauerte etwa ein Dreivierteljahr. Im Vorfeld haben wir uns allerdings viel Zeit für die Vertragsverhandlung genommen. Da ich selbst aus der Software-Entwicklung komme, wusste ich, wo etwaige Fallstricke liegen können. Beide Parteien hatten an manchen Punkten unterschiedliche Vorstellungen von guten Formulierungen, mit dem gefundenen Kompromiss können aber alle gut leben.

ITM: Registrieren Sie eigentlich zunehmende Zugriffszahlen von mobilen Endgeräten?

Ulli-Martin Podubrin: Ganz klar. Ein wesentlicher Teil unserer Bestellungen stammt mittlerweile von mobilen Devices. Geschätzt liegt der Anteil bei über 20 Prozent, das ist schon erheblich. Für Mobiles betreiben wir einen speziellen Auftritt, der exakt auf die Eigenarten dieser Geräteklasse zugeschnitten wurde, was sich u.a. an optimierter Touch-Bedienung und verringerten Ladezeiten zeigt. Aber egal, über welchen Kanal ein Kunde bestellt: Spätestens acht Minuten später ist der Vorgang im ERP-System sichtbar. Im Altsystem dauerte es mindestens einen Tag, bis eine Bestellung überhaupt zu sehen war und einen weiteren Tag, bis die Logistik davon erfuhr.

ITM: Viele Geschäftsführer und IT-Leiter wählen bekannte Systeme wie SAP, weil man damit angeblich nicht viel falsch machen kann. Sie hingegen entschieden sich für einen kleineren Anbieter?

Ulli-Martin Podubrin: Wir haben tatsächlich auch SAP eingeladen, obwohl von Beginn klar war, dass die Software das gesetzte Budget überschreiten würde. Dies haben wir SAP gegenüber auch offen kommuniziert, sie haben ihr Produkt trotzdem präsentiert, was ich sehr gut fand. Aber: Weder die Präsentation noch die Software konnten uns nachhaltig überzeugen. Viele der von uns nachgefragten Funktionalitäten konnten nicht gezeigt werden, weil zunächst ein Customizing notwendig gewesen wäre - aber kein Customizing von einem halben Tag, sondern von 60 Manntagen! Es war also abzusehen, dass bei unserem Anpassungsbedarf zusätzlich hohe Budgets vonnöten gewesen wären.

ITM: Übernehmen Sie laufende Anpassungen selbst oder überlassen Sie die Programmierung auch hier dem Anbieter?

Ulli-Martin Podubrin: Uns ist enorm wichtig, alle hinzugekauften Produkte - in diesem Falle das ERP-System - von Grund auf zu verstehen. Wir wissen, wie man Anpassungen programmiert und wie die Datenbank aufgesetzt ist. Aber im Idealfall machen wir nichts selbst, sondern überlassen diese Aufgabe dem Software-Hersteller. Abgesehen davon, dass wir die Ressourcen intern nicht binden wollen, ist damit das Thema Haftung eindeutig geklärt. Dennoch können wir kompetent abschätzen, wie groß der Aufwand für eine Anpassung wohl sein wird. Im Zweifelsfall führen wir die Anpassung in einem Testystem exemplarisch durch, zeigen Sie dem Software-Anbieter und sagen: "Jetzt ihr!".

ITM: Haben Sie ihre Anforderungen in einem Lastenheft niedergelegt?

Ulli-Martin Podubrin: Ja, dabei sollte man sich auch ruhig Zeit lassen, denn wenn man seine Anforderungen nicht konkret ausformuliert - und zwar so, dass der Software-Lieferant sie versteht - wird es schwierig. Denn wie soll der außenstehende Entwickler, der schon diverse, komplett anders funktionierende Firmen bedient hat, verstehen können, was wir genau wollen? Wir haben unser Prozesse ziemlich kleinteilig beschrieben, damit wir sicher sein konnten, dass godesys ein Verständnis für unsere Belange entwickelt.

ITM: Ist der Webshop ein Modul des ERP-Systems?

Ulli-Marin Podubrin: Nein, der Webshop stammt von Etailer-Solutions, ist aber natürlich stark mit dem ERP-System verzahnt. Weil wir viel Wert auf Stabilität und Fehlertoleranz legen, sind die Schnittstellen so angelegt, dass jedes System ausfallen darf, ohne die gesamte Prozesskette lahmzulegen. Das ERP-System darf eine ganze Weile ausfallen, ohne dass die Kunden es merken, weil der Webshop autonom weiterläuft. Gleiches gilt im umgekehrten Fall, für die Logistik und diverse andere angebundenen Subsysteme. Diese Implementierungsweise ist aufwendiger, dafür aber deutlich unanfälliger. Ich behaupte: Wären wir anders vorgegangen, würde unsere Prozesskette häufiger durch stehende Systeme unterbrochen. So aber sind wir unabhängig von Problemen Dritter. Das Shopsystem ist über eine sehr umfangreiche XML-Schnittstelle angebunden, die aufgrund der stetig wachsenden Auftrags- und Artikelvolumina irgendwann immer langsamer wurde, so dass wir teilweise auf direkten Datenbankzugriff umstellten. Seitdem ist die Performance wirklich gut.