TECHART Automobildesign

Fallbeispiel TechArt Automobildesign

godesys - Referenz TECHART

Individueller geht's nicht: ein Porsche nach Maß

Smarte godesys ERP Software unterstützt schwäbische Erfolgsstory

„Schaffe, schaffe Häusle baue“ - das ist ein Spruch, der wohl jedem über die Lippen kommt, der an die rechtschaffenen Schwaben und deren weit über die schwäbischen Grenzen hinaus bekannte Sparsamkeit denkt. Wer spart, der kann es zu etwas bringen im Leben - allerdings nicht nur zu einem Häuschen, sondern auch zu einem Fahrzeug der ganz besonderen Art.

Den Begriff ‚Tuning‘ mag Matthias Krauß, Geschäftsführer und Mitbegründer der Leonberger TechArt GmbH, nicht ganz so gern hören: Tuning sei viel zu breit gefächert und noch immer ein wenig negativ belegt. „Das beginnt beim Auspuff unter einem Kleinstfahrzeug, geht über den kostengünstigen Spoiler aus dem Autoteile-Handel und hört beim Chrom-Look noch lange nicht auf“, grenzt Krauß die Tätigkeit des Leonberger TechArt Teams ab: „Was wir machen, das ist Fahrzeug-Veredelung oder auch Fahrzeug-Individualisierung, und zwar nur und ausschließlich bei Porsche-Fahrzeugen, die zu über 90% in fabrikneuem Zustand zu uns kommen.“

Und die kommen in immer größeren Stückzahlen: so um die 600 Edelkarossen pro Jahr sind es, die über Porsche-Händler, Porsche-Zentren, Auslandsstützpunkte oder auch von Privatpersonen in die Leonberger Werkstätten gelangen; 600 Fahrzeuge pro Jahr, die professionell, mit großem Können und Geschick und natürlich mit allen erforderlichen Ersatz- und Bauteilen versehen werden wollen. Mit steigender Tendenz, denn: „Die Fahrzeug-Individualisierung ist stark im Kommen“, weiss Krauß, und berichtet nicht ohne Stolz, dass sich sein gesamtes Team dieser Arbeit mit Haut und Haaren verschrieben habe.

Eine hehre Aufgabe: Edles soll veredelt werden

Eine wahrlich heere Aufgabe, die zu lösen die Leonberger Tag für Tag aufs Neue antreten. Denn: wer für sich in Anspruch nimmt, die über Jahrzehnte gereifte Porsche-Ideologie von Innovation, puristisch makellosem Design und ausgereifter Technologie noch verbessern zu können, der sollte in der Tat lieber halten, was er verspricht. Noch dazu, wenn der Name Programm ist: TechArt ist die Symbiose von Technologie und Kunst, von HighTech und Manufaktur. Helfeshelfer bei der edlen Zielerreichung sind neben 102 tüchtigen TechArt-Händen vor allem die softwaregestützten logistischen und warenwirtschaftlichen Prozesse, die aus der Mainzer ERP-Manufaktur godesys stammen und ohne deren geschmeidiges und verzahntes Ineinandergreifen „das Unternehmen Porsche-Veredelung“ erwiesener-maßen längst nicht so reibungslos funktionieren würde.

„Wird es einem nicht anders, wenn man im Kundenauftrag einen funkelnagelneuen Cayenne auseinander sägt, um an der Karosserie zu arbeiten, den Motor aufzubohren oder um den Fahrzeughimmel mit einer eher ungewöhnlichen Lederfarbe im Tigerenten-Look auszukleiden?“, möchte ich von meinem Gegenüber wissen, und: „haben Sie schon mal daran gedacht, was ist, wenn etwas schief läuft“? - Matthias Krauß lacht: „Die Vorstellung, dass man hier ein funkelnagelneues Auto zerlegt, die hat man noch beim ersten Mal, vielleicht auch noch beim zweiten Wagen, aber danach dann nicht mehr“, erläutert Krauß den Alltag der Fahrzeugveredelung. „Heute stehen ganz andere Dinge im Vordergrund, wie zum Beispiel das in der Tat sehr beruhigende Gefühl, zu wissen, daß pro Fahrzeugumbau alle benötigen Schrauben, Nägel, Halterungen und natürlich alle Original- und Eigenbauteile nicht nur am Lager, sondern bereits speziell für den jeweiligen Umbau geplant und in der Vormerkung sind“, erläutert der Geschäftsführer einen seiner Erfolgsbausteine.

Ein ruhiges Gewissen...

Dabei sind seine Anforderungen an die Ressourcen-Planung und die Warenwirtschaft alles andere als trivial: es gilt nicht nur, die Porsche-Originalteile einzukaufen, zu lagern und entsprechend der Auftragslage zu bevorraten: hinzu kommen vor allem auch die Bauteile aus eigener Fertigung, deren Einzelteile wiederum durchaus von verschiedenen Herstellern kommen können und die erst im Werk in Leonberg fertig konfektioniert werden. Und diese komplexe Gesamtstruktur muß sich in der Software abbilden lassen: über unterschiedliche Waren- und Artikelgruppen, mit Artikelnummern, anhand derer sich Produktbeschaffenheit, -zusammensetzung, -herkunft und auch die Konfektionierung ablesen lassen. Und trotzdem bleibt Krauß ruhig, wenn er an seine warenwirtschaftliche Versorgung denkt, die man mit Fug und Recht als Backbone des Unternehmens bezeichnen kann.

„Dieses gute Gefühl geht ganz klar auf das Konto der godesys ERP Software. Von dieser ERP-Software haben wir außer der Warenwirtschaft noch die Module Produktion und Einkauf im Einsatz. Damit bewältigen wir die komplette Adress- und Artikelverwaltung, die Auftragsbearbeitung, die Preislistengestaltung für Händler und Endkunden, wir steuern Einkauf und Produktion und wir verfügen über eine Reichweitenkalkulation inklusive einem Bestellvorschlagswesen, wie wir es uns besser und pragmatischer nicht vorstellen können“, erläutert Krauß sein Wohlgefühl, das ihn beim Zerlegen so manch eines Männertraums begleitet und das niemals Panik aufkommen läßt.

Das war nicht immer so: Vor Einsatz der godesys ERP Software arbeitete man mit der Individual-Software eines kleinen Herstellers, dessen System den komplexen Anforderungen einerseits und dem Unternehmenswachstum andererseits lange nicht mehr Stand halten konnte. „Das Team war klein damals, es war ein Familienunternehmen, in dem insgesamt 12 Personen sowohl für die Entwicklung des Produktes als auch für Beratung und Vertrieb zuständig waren, da war die (zeitliche) Überforderung sozusagen vorprogrammiert“, erinnert sich Krauß. „Für Innovationen blieb überhaupt gar keine Zeit - das System damals war mehrplatzfähig, Unix-basiert. Die Mitarbeiter hatten noch nicht einmal PCs mit der gewohnten Windows-Oberfläche, sondern mussten mit heute kaum noch bekannten VT 100-Terminals klarkommen, da konnte man alle Befehle nur über FX-Tasten eingeben. Das war schon eine Herausforderung der besonderen Art“.

„Die Praxis schreibt das beste Pflichtenheft“

Geholfen hat TechArt bei der Auswahl seines neuen ERP-Anbieters natürlich, dass sie eine gute Vorstellung vom Anforderungsprofil hatten. Ob sie denn ein Pflichtenheft hatten, wollte ich wissen: „Durch den langjährigen Einsatz des alten UNIX-basierten Systems hatten wir genügend praktische Erfahrung und konnten recht gut formulieren, was wir wollten und auch, was wir nicht wollten“, denkt Krauß zurück; den Aufwand, ein Pflichtenheft zu erstellen, haben sie sich deshalb erspart. „Allerdings kenne ich nicht wenige Unternehmen, die, weil sie unsicher sind, zum Thema ERP einen oftmals wirklich wilden Anforderungskatalog zusammenstellen, wobei sie die einzelnen Pflichten irgendwo gelesen, aufgeschnappt und aus anderen Pflichtenheften übernommen haben, ohne dass auch nur der geringste Bezug zur eigenen Anwendung hergestellt werden könnte". Der Gedanke dahinter sei eine völlig falsch verstandene "Sicherheit" mit in der Praxis teilweise recht fatalen Folgen. „Meiner Meinung nach“, so Krauß, „ist es wesentlich effektiver, nur die wichtigen Anforderungen als Eckpunkte an die Software zu definieren, denn die eigentlichen ‚Fragen‘ kommen erst, wenn man mit dem System richtig arbeitet. Die Praxis schreibt nun mal das beste Pflichtenheft. Hier sind Systeme mit flexiblen Anpassungsmöglichkeiten (Customizing) gefragt, denn sonst kommt das böse Erwachen im Alltag“, so Krauß weiter.

godesys-Chef Kühl kann diese Erfahrungen nur bestätigen: "Ich kann Herrn Krauß nur recht geben. Viele denken, dass sie nichts falsch machen können, wenn sie alle verfügbaren features in ihrem Pflichtenheft abbilden, um damit vermeintlich für alle Eventualitäten in der Zukunft gerüstet zu sein. Daß bestimmte Prozesse sich dabei gegenseitig ad absurdum führen, oder dass features abgefragt werden, die mit den hauseigenen Geschäftsprozessen rein gar nichts zu tun haben, das ist den Wenigsten klar. Das treibt zum Teil richtige Blüten, zum Beispiel wenn ein Handelshaus ein Pflichtenheft eines Produktionsbetriebs abkupfert - oder auch, wenn Vertriebsmitarbeiter eines Herstellers sich nicht trauen, die Fähigkeit nach einer bestimmten Anforderung mit einem klaren 'nein' zu beantworten", denkt Kühl an die tagtägliche Praxis. "Oft passiert es auch, dass Anforderungen in einem Pflichtenheft missverständlich oder unklar formuliert sind, und wenn man dann zum Hörer greift und nachfragt, was es mit einer bestimmten Anforderung auf sich hat, bekommt man - wohlgemerkt vom Auftraggeber des Pflichtenhefts - nicht selten zu hören, das könne man im Moment auch nicht richtig beantworten..."

Woran denn diese so offensichtlich falsche und vermutlich auch unproduktive und vor allem zeitraubende Vorgehensweise liege, frage ich den Mainzer Unternehmer. Kühl: "In meinen Augen eindeutig daran, dass sich - beispielsweise im Gegensatz zu TechArt - die wenigsten Menschen darüber im Klaren sind, was sie mit ihrer ERP Lösung erreichen wollen. Die Ordnung und Optimierung der Geschäftsprozesse ist vielen ein lästiges Übel, mit dem sie sich auseinandersetzen müssen. Wer so denkt, vergibt allerdings wertvolle Chancen auf dem Weg zur Kundenorientierung", so Kühl weiter. "Allein durch die Tatsache, dass eine ERP-Lösung im Haus ist, regeln sich die Prozesse nicht von allein. Die Analyse und die Bestimmung darüber, wie welche Prozesse ablaufen und miteinander verzahnt werden sollen, die passiert nicht automatisch". Das ERP könne nur so gut sein, wie die von den Menschen aufgesetzten und in der Software abgebildeten Prozesse, führt Kühl weiter aus, und verweist auf die (lobenswerte) Vorgehensweise der Leonberger Porsche-Veredler.

Hausaufgaben gemacht, reality-check inklusive

Worauf die sich denn gestützt haben bei der Erarbeitung ihres Anforderungsprofils zum Thema ERP, wollte ich wissen. Krauß: "Wissen Sie, ich bin durch und durch Pragmatiker und natürlich hatten wir unsere Vorstellungen, was wir wollten und was nicht. Aber diese Vorstellungen hatten allein mit unserer Anforderung und unseren Geschäftsprozessen zu tun - und damit, was wir in der Vergangenheit erlebt haben. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und uns in die Materie vertieft, und hatten dann ein Konzept, das wir gemeinsam mit den Anbietern diskutiert haben. Zusammen mit godesys haben wir diese Prozesse in der Software abgebildet und in einem Praxis-Workshop dann einen "reality-check" gemacht. Praxisorientierter gehts kaum", erinnert sich Krauß an die strukturellen Projektarbeiten zurück, in denen er nicht ein einziges Mal ein Pflichtenheft benötigt hat.

Das neue System: eine Investition in die Zukunft

Als es um die Auswahl eines neuen ERP-Anbieters gegangen sei, habe für die Leonberger der Fortbestand des eigenen Unternehmens und damit die bestmögliche Investitionssicherheit mit weitem Abstand im Vordergrund gestanden: „Wir haben ein Unternehmen gesucht, mit dem wir mindestens die kommenden 10 Jahre zusammen verbringen würden - und das durch diese Langfristigkeit unsere eigene Betriebssicherheit mit tragen würde“, erläutert Krauß eine der wichtigsten Überlegungen der ‚technischen Künstler‘. „Und gleichzeitig wollten wir dem neuen Anbieter auf Augenhöhe begegnen. Mit godesys haben wir unseren Sparring-Partner gefunden: wir sind durch die Presse auf sie aufmerksam geworden und haben sie als lösungsorientiert, praxisnah, pragmatisch, mit einer wirklich tiefen Marktkenntnis und vor allem als sehr, sehr engagiert kennengelernt. Und genau diese Kombination war es, die uns so sehr beeindruckt hat: Fachliches Know-how, Expertise, das Zuhören-Können und eine Lösung, die - obwohl es eine Standard-Software ist - einen maximalen Grad an Individualisierung bietet und damit all unsere Erfordernisse abdeckt. godesys hat sofort verstanden, worauf es uns ankommt“.

godesys-Gründer und Vorstand Godelef Kühl freut das natürlich sehr: „Von allem Know-how und Sachverstand für die jeweilige Kundensituation einmal abgesehen: gerade dieses Miteinander auf Augenhöhe ist es doch, was uns auszeichnet, was wir gemeinsam mit unseren Kunden erreichen und erarbeiten möchten und was uns auch gemeinsam stark sein läßt. Unsere Maxime ist es, das "ERP für kundenorientierte Unternehmen" zu liefern, und TechArt ist ein wunderbares Beispiel dafür: wären die Leonberger nicht kundenorientiert, sähe ihre Unternehmensentwicklung deutlich anders aus. Und wenn wir nicht wüßten, wie wir unsere Kundenorientierung leben und „auf die Strasse bringen“ können, hätte uns Herr Krauß - zu Recht - schnell auf die Plätze verwiesen. Aber so erleben wir beide eine Win-Win-Situation, die auf Konzernebene in der Form niemals möglich gewesen wäre“, erläutert Kühl sein mittelständisches Credo.

Miteinander die Zukunft sichern

Die Geschäftsführung bei TechArt habe dies sehr schnell verstanden, weil sie das Prinzip des Miteinanders genauso empfunden und erlebt habe. Kühl weiter: „Das ist unser Mittelstandspfund, das uns niemand nehmen kann: Gefragt sind das Verständnis für die gegenwärtigen, aber doch mindestens genau so die Einschätzung der zukünftigen Anforderungen, denen solch ein System gewachsen sein muss - um so mehr, wenn das erklärte Ziel die Zukunftssicherung für das eigene Unternehmen ist. Wir wollen ein kompetenter Partner auf Augenhöhe sein, der seine Kundenorientierung lebt und der seinen Kunden investitions- und zukunftssichernd zur Seite steht,“ so der Mainzer Unternehmer engagiert.

Das dürfte Kühl locker geschafft haben, denn: seit Einsatz der godesys ERP Software verfügen die Leonberger über eine noch nie dagewesene Transparenz im eigenen Unternehmen: „Mit der godesys Software funktioniert nicht nur der berühmte Knopfdruck: wir verwalten hier exakt 34.247 Adressen, 3.000 davon sind Lieferanten, der Rest Kunden und Interessenten“, weiß Krauß binnen Sekunden zu berichten; „außerdem sind zur Zeit 19.740 verschiedene Artikel registriert, und ich kann Ihnen genau sagen, welcher Artikel welche Mindestbestellmenge hat und wann die nächste Lieferung erfolgen wird“, so der Geschäftsführer nicht ohne Stolz. „Die Software versetzt uns in die Lage, Soll-/ Ist-Vergleiche zu fahren und liefert uns eine wertvolle Steuerungs- und Management-Hilfe, die wir bis dato überhaupt nicht gekannt haben. Ich kann ganz klar sagen, dass wir die Umsatzsteigerung der vergangenen Jahre von immerhin 25% - und damit verbunden natürlich den 25%igen logistischen und arbeitsmäßigen Mehraufwand - ohne die godesys ERP Software nicht gepackt hätten“.

Und was sagen die Mitarbeiter? „Die finden das System klasse“, freut sich Krauß, und natürlich seien sie auf das System geschult worden. Aber trotzdem: die Oberfläche empfänden sie als selbsterklärend, die Bedienung als intuitiv. Eine Tatsache, die bei der Bewältigung des Arbeitsaufkommens überaus hilfreich war: „Die 25%ige Umsatzsteigerung haben wir bei gleichbleibender Mitarbeiterzahl geschafft. Das spricht deutlich für die Software.“ Wie auch die Tatsache, dass ein Gefühl von Hilflosigkeit aufkommt, sollte die Datenbank einmal stehen: „Ohne die godesys ERP Software geht bei uns gar nichts mehr“. Also: alles gut? „Ja - es ist wirklich alles gut“, überlegt Krauß, und legt sogar noch nach: „Ich bin wirklich sehr zufrieden. Angefangen vom Erstkontakt mit godesys, mit der Beratung, bei der wir uns nicht überfordert gefühlt haben, über die Auswertungen und Analysen, die wir gefahren haben, über die Einführungszeit bis hin zum Echtbetrieb - es ist wirklich alles gut.“ Ob es denn so gar keine Überraschungen gegeben habe, bohre ich nach. „Doch. Wir mussten unsere Hardware nachrüsten, und das waren Kosten, die wir ursprünglich nicht einkalkuliert hatten. Aber dafür - konnte godesys nichts.“

Also darf ich konstatieren, dass das Klassenziel erreicht ist? „Wie bereits eingangs erwähnt: als unseren gewünschten Return on Investment hatten wir von Anfang an Prozess-Sicherheit und Wirtschaftlichkeit definiert, zum Fortbestand unseres eigenen Unternehmens“, unterstreicht Krauß. Und dieses Ziel hat der ehrgeizige Unternehmer bei einem Wachstum von 25% ja wohl deutlich übererfüllt. So schön kann Partnerschaft auf Augenhöhe sein.