Was kostet ein ERP-System?
Godelef Kühl Strategie ERP, ERP-Einführung, Auswahl

Wieviel oder was kostet ein ERP-System?

Es ist eine der ersten, wenn nicht die erste Frage, die sich Unternehmen bei der Auswahl und Implementierung eines neuen Enterprise Resource Planning (ERP) Systems stellen: „Was kostet ein ERP-System?“

Das ist eine gute Frage. Und wie so häufig bei guten Fragen, gibt es auch in diesem Fall keine einfache und klare Antwort. Wer Abteilungen mit Hilfe von Software vernetzen, Waren- und Wertefluss vereinheitlichen und häufig genug auch noch die Prozesse im Unternehmen neu strukturieren möchte, steht vor einer komplexen Aufgabe, die mehr verlangt, als einfach ein paar Softwarelizenzen zu organisieren. Aber gerade weil für die meisten Unternehmen die Anschaffung einer neuen ERP-Lösung eine große Investition ist, will diese wohlüberlegt sein. Und natürlich ist auch vor dem Start einer ERP-Auswahl eine ungefähre Vorstellung über die notwendigen Budgets sinnvoll. Auch wenn wir direkte Erfahrungen nur aus unseren eigenen ERP-Einführungen haben, so kann man doch generelle Muster erkennen, die für den mittelständischen ERP-Markt in seiner Gesamtheit gelten. Und diese geben wir natürlich gerne weiter.

ERP-Kosten vs. Gesamtkosten

Zunächst muss man zwischen den ERP-Software- oder Lizenzkosten und den Gesamtkosten eines ERP-Projektes unterscheiden. Da zudem ein ERP-System ohne Softwarepflege- oder Wartungsvereinbarung nicht sinnvoll betrieben werden kann, empfiehlt es sich die gesamten Investitionen über einen längeren Zeitraum zu ermitteln, um eine bestmögliche Vergleichbarkeit zwischen den unterschiedlichen Angeboten der ERP-Anbieter zu ermöglichen.

Was kostet ERP-Software

Was kostet ein ERP-System?Üblicherweise richtet sich der Preis eines ERP-Systems zunächst nach dem Umfang der abzudeckenden Geschäftsprozesse für die jeweils Programmpakete benötigt werden, also z. B.: Finanzbuchhaltung, Warenwirtschaft, Produktionsplanung- und Steuerung, CRM, usw. Neben der benötigten Basisfunktionalität müssen dann die jeweiligen User- oder Nutzerlizenzen erworben werden.

Einführungskosten

Jetzt wird es noch schwieriger, differieren die Einführungskosten doch nach Branche und Komplexität des Unternehmensmodells. So können beispielweise automatisierte Intercompany-Verrechnungen oder die Abbildung unterschiedlicher Rechnungslegungsstandards in einer Installation die Einführungsaufwände deutlich nach oben treiben. Die ERP-Branche gibt die Einführungsaufwände gerne im Verhältnis zu den Softwarekosten an. Unserer Erfahrung nach bewegen sich die Dienstleistungsaufwände mittelständische Einführungen heute eher im Verhältnis 1:2, wenn nicht sogar 1:3 zu den Softwarekosten.

Customizing

Wer viele Sonderwünsche hat, zahlt auch viel. Aber manches ist das Geld ja auch wert. Natürlich ist ein ERP-System, das nahe am Standard betrieben wird, günstiger als eine an zahlreichen Stellen modifizierte Lösung. Noch teurer ist aber die Standardsoftware, die sich gar nicht an Ihre Bedürfnisse anpassen lässt.

Interne Ressourcen

Seien Sie großzügig und kalkulieren Sie pro externen Beratertag mindestens drei Tage internen Aufwand. Und wenn Sie Zweifel haben, nehmen Sie lieber vier. Zwei reichen auf keinen Fall. Sooooo - jetzt tief durchatmen und schon haben Sie die Wahrheit verdaut.

Begleitende Kosten

Erstens kommt es immer anders und zweitens als man denkt. Und der vorausschauende Projektleiter baut vor - man hat ja schon viele rollende Köpfe für überschrittene Budgets gesehen. Dann doch lieber Komplimente für das eingesparte Geld sammeln und zwischen 10% und 15% Sicherheitspuffer in das Projektbudget kalkulieren. Muss der ERP-Lieferant ja nicht wissen.

Fazit

Manches ist nun teurer als gedacht. Die meisten unserer Neueinführungen bewegen sich zwischen 100.000 EUR und 500.000 EUR. Und ob ein Projekt jeden Euro wert ist, das kann nur der ERP-Entscheider sagen. Wir liefern ein Werkzeug, Sie wenden es an und bestimmen den Nutzen. Trotzdem hoffen wir, dass Ihnen diese Zeilen eine erste Orientierung über die Kosten ermöglicht haben. Nun ist es an Ihnen den ROI mit uns zu definieren. Denn das ist das Überraschende: Obwohl die Implementations- und Anpassungskosten - und damit auch die Projekt-Komplexität immer weiter steigen - signalisieren uns unsere Kunden, dass ein Bestehen im Markt ohne unsere Lösungen heute ungleich schwieriger wäre. Muss also doch was dran sein am „ERP für kundenorientierte Unternehmen“.

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