Steffen Kögler Strategie-Markt Mobility, ERP-Lösung, Apps

Mobile ERP-Lösungen mit der richtigen Strategie

Mobile ERP-Lösungen sind längst kein Zukunfts-Szenario mehr. Denn die Erwartungen an klassische ERP-Systeme haben sich in der Vergangenheit enorm gewandelt. Wer im Privaten viel mobil unterwegs ist, möchte auch im Job auf diesen Komfort nicht verzichten. Es gehört längst zum Alltag, für fast jeden Bereich eine App zu haben, dort  - intuitiv bedienbar - nützliche Funktionen aufzurufen und zu bearbeiten - und das von überall.

Und doch ist die Umsetzung einer betriebswirtschaftlichen Lösung in ein mobiles ERP höchst komplex. Denn der Umfang eines ERP-Systems als zentraler Teil der IT-Landschaft eines Unternehmens, übersteigt die Bildschirmgröße eines Smartphones oder Tablets bei Weitem.

Die Apps, die wir für gewöhnlich im App-Store und in Google-Play finden und in unseren Alltag integrieren, sind Standard-Lösungen - weder zugeschnitten noch anpassbar. Üblicherweise reicht das auch zum Shoppen, um Fotos zu bearbeiten und mehr oder weniger wichtige News in den sozialen Medien zu verbreiten.

Die ERP-Software dagegen ist ein unternehmenssteuerndes System. Prozesse mittelständischer Unternehmen erweisen sich oft als hoch komplex. Selbst innerhalb einer Branche sind die Unterschiede immens.

Es wird also schnell deutlich: Eine einheitliche Lösung ist kaum möglich und die Dinge, die innerhalb der App erfasst werden können, müssen auch digital im ERP-System weiterverarbeitet werden. Dem Mitarbeiter schicke Tools zur Verfügung zu stellen, um dann über komplexe Drittsysteme oder gar manuell den Prozess digital weiterverarbeiten zu müssen, hindert mehr als das es hilft. Mobile, sexy Frontends anzubieten reicht nicht, ein digitaler Gesamtprozess muss her. 

Mobile ERP - keine Standard-Lösung

Um den nötigen Komfort sowie eine angemessene Benutzerfreundlichkeit zu bieten, zeigen mobile ERP-Lösungen stets nur relevante Informationen und Schaltflächen an. Um trotz dieser Reduktion noch die nötige Funktionalität zu gewährleisten, werden Apps nur für ganz bestimmte Aufgaben und Anwendungsgebiete entwickelt. Außerdem sind hier - ebenso wie bei vollwertigen ERP-Systemen - Branchenlösungen vorhanden, die dem Anwender essentielle, branchenspezifische Funktionen auf seinem mobilen Endgerät zur Verfügung stellen.

Darunter fallen unter anderem:

Zugriff auf Kunden und -Historie

Zugriff und Änderung von Service-Aufträgen

Zeiterfassung bei Servicetechnikern

Geräteinformationen für Servicetechniker

Artikel können von unterwegs angefordert werden

Mobiles Vorhaben nur mit einer Strategie starten

Vor dem Start eines Mobility-Vorhabens ist eine gründliche Analyse entscheidend. Welche Mitarbeiterrolle und welche Aufgabe können mit einem mobilen Zugriff sinnvoll umgesetzt werden? Welcher Content und welche Funktionen sollen von unterwegs erreichbar sein, um den Gesamtprozess zu beschleunigen und zu verschlanken? Welche Anpassungsmöglichkeiten offerieren die einzelnen Anbieter innerhalb der zur Verfügung gestellten mobilen Anwendung?

Um hier eine bessere Abgrenzung zu schaffen, können Fragen wie z.B. 

''Wo ergeben mobile Anwendungen Sinn?’'

''Wer sind die dafür typischen Anwender(-gruppen)?’'

''Steht der entstehende Mehrwert in einer vernünftigen Relation zu den Einführungs- und Umstrukturierungskosten?”

eine Diskussionsbasis bieten.

Erst wenn diese Fragen beantwortet sind, macht der Schritt zur technischen Realisierung Sinn.

Native App oder doch über den Browser?

Beide Möglichkeiten bieten unterschiedliche Ansatzpunkte. Native Apps werden für den Einsatz auf einem Gerät mit bestimmter Softwarekonfiguration entwickelt. Hierfür kann auch auf die Kamera, das Mikrofon oder andere Funktionen des Endgerätes zugegriffen werden, was allerdings eine gewisse Abhängigkeit zum Endgerät darstellt.

Als Alternative - und flexibler - ist die Verwendung einer webbasierten Anwendung. Diese kann über eine URL aufgerufen werden und ist von dem dafür verwendeten Endgerät und seiner Konfiguration nahezu unabhängig.

Für welche der beiden Varianten sich ein Unternehmen entscheidet, hängt von dem konkreten Anwendungsfall ab, der mobil abgebildet werden soll.

5 überzeugende Vorteile von mobilen ERP-Lösungen

Die Vorteile der mobilen Bereitstellung von betriebswirtschaftlichen Funktionen sind so überzeugend, dass sich jedes moderne Unternehmen damit auseinandersetzen muss. Denn mobiles ERP wird in Zukunft unverzichtbar: 

Flexibilität durch Ortsunabhängigkeit

Entsprechende Benachrichtigungsdienste zur Veränderung von Daten oder Zuständen ermöglichen ein schnelles Handeln durch die Nutzung mobiler Endgeräte. 

Untersuchungen zur Folge nutzen 73% der Geschäftsreisenden ihre Dienstreisezeit besonders intensiv, um sich zu informieren und neue Geschäftsideen zu sammeln. Dies zeigt, dass die zunehmende Flexibilität auch die Produktivität positiv beeinflusst.

Kosteneinsparungen

In einigen Branchen bietet es sich nahezu an, den Büroarbeitsplatz mit einer mobilen Endgeräteausstattung in den Homeoffice-Bereich zu verlegen (z.B. im Außendienst oder als Servicetechniker). 

Dies kann unmittelbar zur Einsparung von Mieten für Büroräume und -ausstattung führen. Weiterhin bedeuten kürzere Reaktionszeiten einen schnelleren Prozessdurchlauf.

Kundenzufriedenheit

Mobile Endgeräte erlauben schnellere Reaktionsgeschwindigkeiten. Damit verbunden ist die Steigerung von Antwort- und Durchlaufzeiten. 

Die Möglichkeit des mobilen Zugriffs auf kundenrelevante Daten garantiert eine erhöhte Kundenzufriedenheit.

Produktivitätssteigerungen

Moderne Innovationen erleichtern den Arbeitsalltag und das motiviert die Mitarbeiter. Die daraus resultierende Produktivitätssteigerung macht das Unternehmen wettbewerbsfähiger.

Anwenderfreundlichkeit

Die Bedienkonzepte mobiler ERP-Lösungen ähneln meist Applikationen aus dem privaten Gebrauch. Diese zeichnen sich vor allem durch eine intuitive Gestaltung aus und führen dadurch zu einer erhöhten Nutzerakzeptanz.

Fazit

Wie in vielen ERP-Themen - auch das Thema mobile ERP-Lösungen und die Verzahnung mit den Geschäftsprozessen ist nur einer von vielen Schritten in Richtung Digitalisierung. Welchen Schritt Sie zuerst wagen, bleibt Ihnen überlassen. Aber der erste Grundsatz des Erfolgreichen lautet: Beweglichkeit. 

 

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