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DataWarehouses – Sinn oder Unsinn?

Die Notwendigkeit von guten und umfänglichen Informationen in unserer täglichen Arbeit ist unumstritten. Egal, ob für den direkten Kundenkontakt oder die automatisierte Ableitung von Erkenntnissen und Aktionen, zunehmend werden mehr Informationen benötigt. Immerzu werden weitere Datenquellen erschlossen und wir bewegen uns zügigen Schrittes in Richtung digitalem Unternehmen.

Somit kommt der richtigen und effizienten Datenspeicherung und der leichten Analysierbarkeit dieser Daten eine besondere Bedeutung zu. Typischerweise setzen wir hierzu BI-Systeme ein, die in der Regel auf einem DataWarehouse (DWH) basieren.

Was kennzeichnet ein DWH?

Während CRM-, ERP- und andere operative Systeme auf die Bearbeitung einzelner Vorgänge und Belege abgestimmt, und somit deren Datenbankstruktur auf diese Anforderungen hin optimiert sind, werden an ein analytisches System (BI – Business Intelligence) andere Anforderungen gestellt. Hier geht es um die schnelle Auswertung großer Datenmengen. Dabei bedienen wir uns gerne Gruppierungs- und Sortiermerkmalen, die in operativen Systemen eine eher untergeordnete Rolle spielen und oftmals nach definierten Regeln automatisch hinzugefügt werden. Auch die Aufbereitung weiterer Kennzahlen, die im Analysebereich eine wichtige Rolle spielen, entstehen oft erst am Übergang vom operativen in den analytischen Bereich. Somit enthält das DWH zusätzliche, erweiterte bzw. abgeleitete Informationen, die dort für schnelle Analysen optimal strukturiert und gespeichert werden.

Warum ist eine zusätzliche Datenspeicherung erforderlich?

Zusätzlich kann die komplette Datenbank mit originären Datenbankparametern auf die Massendatenabfrage optimiert werden. Ziel ist dabei immer, eine sehr schnelle Antwortzeit zu erreichen. Nur wenn der Benutzer schnell Antworten auf seinen Fragen erhält, wird er die Information auch nutzen. Andernfalls stützt er sein Handeln und Entscheiden mehr auf Annahmen und grobe Informationen. Die Qualitätssteigerung lässt sich daher durch die richtigen Daten im DWH, die zeitnah via BI-System zu aussagekräftigen Informationen zusammengestellt werden, erzielen.

Gleichzeitig entlastet der Einsatz eines DataWarehouses auch das operative System und bietet aufgrund dieser Entlastung schnellere Reaktionszeiten bei der prozessorientierten Tagesarbeit im ERP-System.

Keine Äpfel mit Birnen vergleichen

Ein feiner und oftmals verkannter Vorteil eines gut organsierten DataWarehouses ist die Synchronisierung der für die Analyse bereitgestellten Daten. Im operativen System werden Faktoren wie Umsatz, verschiedene Kostenarten, Zeitmeldungen, Bestandsinformationen etc. zu unterschiedlichen Zeitpunkten gebucht. Will man diese Zahlen ins Verhältnis setzen, um daraus wichtige Erkenntnisse hinsichtlich Effizienz und Rentabilität oder vergleichbarer Kennzahlen abzuleiten, so müssen diese Daten aufeinander abgestimmt sein. Beim Übergang aus den operativen Systemen ins DataWarehouse besteht über die Übergaberegeln die Möglichkeit, eine entsprechende „Stimmigkeit“ dieser Daten herzustellen und somit einen gemeinsamen Aktualitätsgrad aller Daten herbeizuführen Das ermöglicht eine richtige Analyse bzw. eine Ableitung von Kennzahlen.

Daten aus mehreren Systemen zusammenführen

Letztlich bietet der Einsatz eines DataWarehouses auch die relativ einfache Möglichkeit, Daten aus unterschiedlichen Systemen in ein  gemeinsames Analyseschema zusammenzuführen. Die hierfür eingesetzten ETL-Tools beschreiben in der Langform ihres Namens schon sehr gut die Arbeitsschritte, die dies ermöglichen. ETL steht für Extrahieren der Daten aus der Quelldatenbank, Transformieren dieser Daten in die gewünschte Zielform und Laden des Ergebnisses in das DataWarehouse. Im Transformationsschritt lassen sich die Schlüsselbegriffe angleichen und zuordnen, Daten auf gleiche Maßeinheiten umstellen und neue Ordnungskriterien hinzufügen. Außerdem können über Rechenoperationen bei der Transformation bereits neue Kennzahlen erzeugt und in das DataWarehouse abgespeichert werden. Damit steht als Ergebnis eine abgestimmte und für die schnelle und effiziente Analyse optimal aufbereitete Datenwelt zur Verfügung.

Das Datawarehouse stellt somit eine wichtige Basis für das Arbeiten in der digitalisierten Welt dar. Kombiniert mit der richtigen BI-Lösung werden Ihre Prozesse steuerbar und Ihr Erfolg messbar. Sichern Sie sich damit den nötigen Informationsvorsprung und sichern sich damit Ihren Wettbewerbsvorteil.

Einen guten ersten Einblick in die Möglichkeiten eines BI-Systems kann Ihnen auch mein Webinar zu Vertriebsanalysen geben. Die Aufzeichnung können Sie sich hier anschauen.

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