Was nutzt ERP-Software wirklich
Godelef Kühl Produkte ERP-Lösung, ERP, Cloud, CRM

Was nutzt ERP-Software wirklich

Was ist ERP-Software? ERP-Software basiert, wie so viele andere betriebliche Applikationen, zumeist auf relationalen Datenbanken.

Was ist ERP-Software?

ERP-Software basiert, wie so viele andere betriebliche Applikationen, zumeist auf relationalen Datenbanken. Alle Daten über Geschäftsvorgänge werden in relationalen Strukturen gespeichert und damit strukturiert. Diese Verfahrensweise hat den Erfolg moderner Applikationen begründet, werden doch Stammdaten und Vorgänge in einer logischen Form so miteinander verknüpft, ohne dass Duplikate entstehen. Das Konzept der Relation besagt, dass in einem Vorgang einfach auf den anhängigen Stammdatensatz referenziert wird.

Und das macht ERP-Software auch so erfolgreich: Werden diese Daten zur Unternehmenssteuerung ausgewertet, so enthält man verlässliche Informationen über alle betrieblichen Vorgänge, die zudem ihre Relationen - also Beziehungen untereinander aufzeigen. Es ist ein unwiderstehlicher betriebswirtschaftlicher Vorteil zu wissen, welche Produkte welche Kunden kaufen!

ERP-Software und Cloud

Aufgeweicht wurde dieses Konzept bereits Ende der Neunziger Jahre als der Siegeszug der CRM-Applikationen begann. Plötzlich wurde es schick, dass sich jede Vertriebsabteilung eine eigene Datenbank für Ihre Bedürfnisse leistete. Diese Umsetzung hat in erster Linie den funktionalen Wettbewerb für ERP-Software angeheizt. Wollte man nicht noch mehr Kunden verlieren, musste man funktional mit den neuen Insellösungen mithalten.

In heutigen Zeiten fühlen sich aber viele ERP-Administratoren als wären sie Teil der asymmetrischen Kriegsführung geworden: Die schiere Anzahl an Cloud-Lösungen und digitalen Web-Helfern, die in modernen Unternehmen genutzt werden, stehen im kompletten Widerspruch zu der immer noch gültigen These, dass konsolidierte Daten gute Daten sind. Und diese finden sich zumeist im ERP-System.

Marketing und insbesondere Social Media, sowie die Vertriebsprozesse werden in einem immer schnelleren Tempo digitalisiert, so dass das gute Konzept der zentralen Speicherung aller Daten in der ERP-Software schon alleine durch die Vielzahl der in modernen Unternehmen genutzten Applikationen torpediert wird. Die Auswirkungen in der Praxis sind beträchtlich: In den meisten Unternehmen ist es heute bereits Standard, dass sich das Management über Dashboards oder Reports eigenständig über die Vertriebspipeline, also z.B. neue Leads, Auftragseingänge oder aber auch Störungen in den Kundenbeziehungen informieren kann. Werden nun neue Lösungen von Fachabteilungen ohne zentrales Wissen eingeführt, so stimmen in vielen Fällen schon die grundsätzlichen Daten nicht mehr, die zum Treffen seriöser Entscheidungen benötigt werden. Wenn aber schon die Grundlage nicht mehr stimmt, wird der Weg zu Big Data und dem absehbaren Trend zu immer mehr datenbasierten Entscheidungen lang und entbehrungsreich.

Nein, ERP-Software ist nicht am Ende. Der Grundgedanke, Geschäftsprozesse in einer zentralen Plattform zu steuern und jederzeit einen Gesamtüberblick über alle Aktivitäten des Unternehmens zu erhalten, ist aus meiner Sicht aktueller denn je.

Aber die Aufgaben, die moderne ERP-Software heute bewältigen muss, haben sich verändert. Hierzu bedarf es zuallererst einer Änderung im Verhalten von uns Softwareherstellern. Insbesondere die großen Softwarehersteller glauben immer noch, dass sie für jedes mögliche Problem und jede Aufgabenstellung ihrer Kunden die richtige Antwort in Form eines weiteren Stückchens Software geben können. Das Verteidigen des ERP-Monopols kann aber nicht gelingen.

Moderne ERP-Software muss alle Antworten in Echtzeit geben können, damit unsere Vision vom “single point of truth“ intakt bleibt. Anstatt nun für jede Aufgabenstellung eigene Lösungen entwickeln zu wollen und das Informationsmonopol stur zu verteidigen, empfiehlt sich unserer Auffassung nach das Öffnen der ERP-Software für Drittanwendungen. Schnittstellen und Datenintegration sind also die eigentlichen Aufgaben, denen wir uns aktuell stellen müssen.

Wie geht ERP-Software mit unstrukturierten Informationen um?

Wir haben bereits in der vergangenen Dekade einiges über den Umgang mit unstrukturierten Informationen gelernt. So verfügt moderne ERP-Software - und eben auch das godesys ERP - über in die Benutzeroberfläche integrierte DMS- Funktionen.

Das Archivsystem wird benötigt um Urbelege wie z.B. Ein- und Ausgangsrechnungen, oder aber auch die Mail, mit der die Bestellung einging, revisionssicher abzulegen. In vielen Fällen können diese unstrukturierten Informationen automatisiert abgelegt werden, weil eben Nummernkreise oder Gruppierungen der ERP-Software den rechten Weg in die Struktur weisen. In allen anderen Fällen erledigt das der Anwender über ein einfaches „Drag and Drop” in der Benutzeroberfläche der ERP-Software. Alle unstrukturierten Informationen, die Anwender heute austauschen, lassen sich also bereits in eine ERP-Struktur pressen.

Aber wie sieht das mit all den Cookies, Beacons oder Social Media Daten der modernen Marketing-Welt aus? Was machen wir mit all den Sensor-Informationen, die die Anwendungen aus Industrie 4.0-Szenarien für uns bereithalten? Wollen wir wirklich das exponentielle Daten-Wachstum aus all diesen vernetzten Szenarien auch in unserer ERP-Software sehen?

Es mag Sie überraschen, aber die Antwort lautet: Ja. Und der Weg dahin ist bereits erkennbar. Moderne ERP-Software integriert immer mehr Business Intelligence Funktion. Immer mehr Rechenfunktionen und Analysevorgänge werden on demand im Hauptspeicher ausgeführt. Und die Benutzeroberflächen werden intuitiver. So können wir beispielsweise in unserem Vertriebs-Dashboard einfach Daten aus Drittanwendungen integrieren. Welcher Ihrer Kunden gerade auf Ihrer Webseite war und den neuen Artikel über diese sagenhafte Produktreihe gelesen hat? Wir können es Ihnen zeigen.

ERP-Software lernt also gerade den Umgang mit exponentiellem Datenwachstum und wie man den Anwender optimal dabei unterstützt, aus geschäftskritischen Informationen verwertbares Wissen zu gewinnen.

Die für unser Haus beruhigende Erkenntnis lautet: Wenn Sie davon überzeugt sind, dass Sie für Ihren Geschäftserfolg einen konsistenten Umgang mit Daten und Geschäftsprozessen benötigen, dann benötigen Sie moderne ERP-Software.

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