E-Commerce International
Godelef Kühl Märkte e-Commerce, ERP, Versandhandel, Handel

E-Commerce International - Sechs Tipps für internationalen E-Commerce

E-Commerce-Geschäfte werden schneller international, als man es gemeinhin geplant hat. Das Internet ist eben grenzenlos und Kunden kommen von überall her. Viele Versandhändler und E-Commerce-Unternehmen haben deshalb häufig fremdsprachige Shops oder auch spezielle Webseiten bis hin zu Niederlassungen in den Ländern, wo ihre Kunden sind. Dabei ist das europäische Ausland besonders attraktiv für internationale Aktivitäten, vor allem Länder der Eurozone.

Wir geben Ihnen im folgenden sechs kurze Hinweise, worauf Sie bei der Internationalisierung Ihres E-Commerce-Geschäftes achten müssen.

Sprache

Kataloge, Webseiten und Korrespondenz, alles muss in der jeweiligen Landessprache übersetzt und übertragen sein. Halten Sie auch Personal vor, das im Call-Center auf Anfragen und Reklamationen in der Landessprache adäquat reagieren kann. Auch das Bedienkonzept (Usability) der Webshops kann unterschiedlich erfolgreich in den einzelnen Ländern sein, so dass hier länderspezifische Anpassungen gemacht werden müssen, wollen Sie optimal agieren.

Zahlungsarten

Je nach Land variieren die von Kunden präferierten Zahlungsarten sehr stark. Ein Beispiel: Während in Osteuropa Nachnahme die Zahlungsart schlecht hin ist, mögen die Franzosen auch im Zeitalter der digitalen Zahlungsmethoden immer noch den Scheck. Überweisung, d.h. Kauf auf Rechnung ist eine gerade in Deutschland sehr bevorzugte Zahlungsart. Eine wirklich europäische, in allen Ländern gleich beliebte Zahlungsart gibt es leider nicht. Aber für Kreditkartenzahlungen und auch Paypal ist die Akzeptanz bereits hoch. Achten Sie bei der Verwendung landestypischer Zahlungsarten immer auch auf eine ausreichende Absicherung des Ausfallrisikos.

Datenschutz und Fernabsatzgesetz

Versand- und E-Commerce-Händler sollten im internationalen Geschäft ihre Softwaresysteme, sowohl Webshop als auch ERP-Systeme mit den landesspezifischen Regeln versehen können. So sind unterschiedliche Retourenzeiten üblich, es gibt unterschiedliche Zahlungsziele, und es gibt unterschiedliche Regeln für den Datenschutz bis hin zu unterschiedlichen Regeln, was über Kunden gespeichert werden darf.

Mehrwertsteuer

Das Mehrwertsteuergesetz ist eines der wenigen Gesetze, die tatsächlich (bis auf kleine Ausnahmen) in jedem EU-Land gleich ist. Allerdings ist der Mehrwertsteuersatz nicht in jedem Land gleich und variiert von 15 bis 27 %. Auch gibt es je nach Land verschiedene Mehrwertsteuersätze für unterschiedliche Produkte und Dienstleistungen. Als E-Commerce oder Versandhandelsunternehmen müssen Sie auch an die Anwendung der Mehrwertsteuer des Ziellandes denken (Ziellandbesteuerung), sobald Sie eine definierte Umsatzschwelle mit dem jeweiligen Zielland überschritten haben.

Versandkosten

Versandkosten, die Sie dem Kunden pauschal weiter berechnen können, variieren stark von Markt zu Markt. Hier empfehlt sich eine ausführliche Recherche beim jeweiligen lokalen Wettbewerb.

Andere Hinweise

Es gibt noch weitere Punkte, die Sie im internationalen Geschäft beachten müssen. Dies sind z.B. Regeln zur Produkthaftung und Produktsicherheit, Umweltgesetze, bzw. Regelungen zum Umweltschutz. Aber auch spezifische Anforderungen an Produkte wie z.B. unterschiedliche Größenläufe bei Textilien oder verschiedene Steckerformate für elektrische Geräte spielen eine Rolle.

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