Magdalena Gajewski ERP-Auswahl ERP-Einführung, ERP

ERP-Einführung ist Teamwork - 3 Tipps zum Erfolg

Fachliteratur und Internetseiten wurden durchforstet, unzählige Meetings abgehalten und dabei wurde literweise Kaffee getrunken. Endlich ist die Entscheidung gefallen: Eine ERP-Software muss her.

Hilfestellungen gibt es dafür zuhauf: Checklisten, was Sie bedenken müssen. Die X wichtigsten Gründe, warum Ihre ERP-Einführung scheitert. ERP-Einführung-Leitfäden - das Internet ist voll davon. Der meiner Meinung nach wichtigste Aspekt bei einer Einführung wird jedoch kaum genannt: Ihre Belegschaft.

Natürlich spielen Geschäftsführer und Key-User im Projekt „ERP“ eine entscheidende Rolle. Doch am Ende der Einführung sind es Ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die tagtäglich mit dem ERP-System arbeiten. Sind die nicht überzeugt, wird auch das beste ERP keine Erfolgsstory.

Nehmen Sie Ihr Team also mit auf die Reise. Dabei müssen Sie etwas Fingerspitzengefühl entwickeln, denn mit einer einfachen Rundmail ist es hier nicht getan. 

Diese 3 Tipps können Ihnen dabei helfen:

1. Überzeugen Sie mit Vorteilen

Was wollen Sie Ihrem Team über die ERP-Einführung eigentlich sagen? Versteifen Sie sich bei der Ankündigung auf die Vorteile der Prozessoptimierung, werden Sie wahrscheinlich nicht besonders viele Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter überzeugen können. Die werden nämlich nur hören, dass die neue Software ihre Arbeitsplätze ersetzt. 

Erzählen Sie von den vielen technischen Aspekten, haben Sie zwar die Zustimmung der IT-Abteilung gewonnen, dafür wird die Tragweite des ERP-Projekts nicht deutlich. Möglicherweise glauben alle, es handele sich bloß um eine IT-Umstellung. 

Konzentrieren Sie sich lieber auf die positiven Auswirkungen, die die gesamte Organisation betreffen: Das Unternehmen wird zukunftssicher, die Arbeitsplätze damit auch und on top erhalten alle Kollegen neue Möglichkeiten, sich einzubringen.

2. Lassen Sie keine Gerüchteküche entstehen

Nichts blockiert Neuerungen so sehr wie Flurfunk. Und das nicht nur beim Thema ERP-Einführung. Dabei entsteht dieser schneller als Sie glauben.

Achten Sie also verstärkt darauf, dass jeder in Ihrem Unternehmen den gleichen Informationsstand hat. Erhalten zunächst nur einige wenige Mitarbeiter einige wenige Informationen, vielleicht sogar unterschiedliche, verlieren Sie schnell die Kontrolle über die Projektkommunikation. 

Prinzipiell müssen alle Informationen rund um die ERP-Einführung von der Geschäftsleitung kommen. Betriebsversammlungen bieten dafür eine perfekte Plattform. Die gesamte Belegschaft ist auf dem aktuellsten Stand und dabei können durch Fragen und Anregungen viele Probleme schon im Vorfeld geklärt werden.

3. Transparenz auch während der ERP-Einführung

Die Offenheit, die Sie schon vor der geplanten Einführung schaffen, sollten Sie auch während der Umsetzung beibehalten. Vor allem betrifft das die Zusammenarbeit mit externen Beratern.

Leider erfreuen sich Unternehmensberater keines besonders guten Rufs. Optimierung um jeden Preis, auch mit Personalabbau - das glaubt zumindest Ihr Team und ist verunsichert. 

Gehen Sie mit dem ERP-Berater offen um und lassen ihn Teil des Teams werden. Eine Vorstellungsrunde durch die einzelnen Fachabteilungen kann helfen. Ebenso die Möglichkeiten, Verunsicherungen und Ängste auch ihm gegenüber zu kommunizieren, zum Beispiel auf Betriebsversammlungen. Schließlich ist der Berater auch nur eine ganz normale Person und keine ergebnisorientierte Maschine. 

Gemeinsam die ERP-Einführung meistern

Ein ERP-System ist nicht bloß irgendeine neue Software. Es betrifft das ganze Unternehmen, alle Abteilungen, sämtliche Geschäftsprozesse. ERP verändert interne Abläufe und die Dynamik Ihrer gesamten Firma. Das klappt nur, wenn Ihr Team mit an Bord ist und hinter dieser Entscheidung steht. Stellen Sie Ihre Belegschaft deswegen nicht vor vollendete Tatsachen und erwarten Akzeptanz. Werben Sie vielmehr um die Zustimmung und beziehen Sie jeden einzelnen von Beginn an in das Projekt mit ein. ERP-Einführung ist nämlich Teamwork.

 

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