Godelef Kühl ERP-Auswahl ERP-Einführung, Projekt, ERP

5 Punkte, die die Geschäftsleitung über eine ERP-Einführung wissen muss

Ein ERP-Projekt ist anders als übliche Projekte. Schon deswegen braucht es die permanente Aufmerksamkeit des Management. Idealerweise weiß das Management vor der Implementation, was es mit dem neuen System erreichen will. Und je klarer diese Ziele kommuniziert werden, umso besser lässt sich die Wirkung der ERP-Einführung abschätzen.

1. Eine ERP-Einführung ist niemals nur ein IT-Projekt

Es ist wichtig zu verstehen, dass die Implementation eines ERP-Systems mehr ist als ein reines IT-Projekt. Es ist ein Wissens-Projekt. Gut implementiert und angewendet beeinflusst ein ERP-System die komplette Geschäftstätigkeit eines Unternehmens. Ein vollständiges ERP mit Rechnungswesen, Kostenrechnung, Produktion, Logistik, Verkauf, Marketing und allen anderen denkbaren Abteilung verändert eben nicht nur die IT-Umgebung, sondern die Art der Zusammenarbeit im gesamten Unternehmen. Daher ist es auch wichtig, dass alle Abteilungen bei der ERP-Einführung beteiligt werden. Stellt sich nur einer quer, gefährdet das den Erfolg des gesamten Projekts. Und ob Sie es nun glauben oder nicht, dies ist viel häufiger Grund für das Scheitern einer ERP-Einführung als alles andere Schlechte, was Ihnen zu ERP-Systemen einfallen mag.

2. Die ERP-Einführung ist immer auch ein Change-Management-Projekt

Wenn ein neues ERP-System alle Prozesse eines Unternehmens umfasst, sollten Sie auch die Chance nutzen, die schlechten Prozesse zu eliminieren. Da aber die meisten um diesen Aspekt einer ERP-Einführung wissen, sollten Sie auch beim Start des Projekts direkt mit Widerstand oder aber zumindest einer stillschweigenden Sabotage durch einzelne im Unternehmen rechnen. Es ist also wichtig, dass die Geschäftsleitung alle Führungskräfte rechtzeitig über die geplanten Veränderungen informiert und mit in die Transformation einbezieht. Das erhöht die Akzeptanz des neuen ERP-Systems.

3. Setzen Sie realistische Termine

Natürlich brauchen Projekte Ehrgeiz. Aber das starre Festhalten an einem Plan, der entstanden ist, bevor man alle Details kannte, ist für ein ERP-Projekt nicht hilfreich. Zumindest wenn auch bei Ihnen Qualität vor Geschwindigkeit geht. Bedenken Sie bitte auch, dass das Projektteam - welches sich sinnvollerweise aus Ihren besten Mitarbeitern zusammensetzt - nebenbei auch noch das Tagesgeschäft bewältigen muss. Halten Sie Ihren Leuten während der ERP-Einführung so gut es geht den Rücken frei!

4. Lassen Sie die Anwender mitreden

Natürlich hat das Management den Überblick, aber kennen Sie wirklich jeden Prozess im Detail? Viele Einführungen sind schon daran gescheitert, dass erst beim Anwender die eine fehlende Funktion aufgefallen ist. Wenn die aber leider für die Auslieferung verantwortlich ist, haben Sie ein wirkliches Problem. Je mehr Unterstützung das IT-Team durch die Anwender hat, umso besser werden auch die täglichen Anforderungen abgedeckt. Und ganz nebenbei machen Sie Ihre Mitarbeiter stolz auf das Geleistete und sorgen für die nötige Akzeptanz des neuen ERP-Systems.

5. Die ERP-Einführung ist Ihr wichtigstes Projekt

Natürlich hat man in der Geschäftsleitung jede Menge Herausforderungen und Projekte parallel. Wenn Sie aber die Verantwortung einfach mit dem Start des ERP-Projekts weg delegieren, können Sie es eigentlich gleich lassen. Die Komplexität und Detailtiefe einer ERP-Einführung können von einer Mannschaft nicht ohne die permanente Unterstützung des Management bewältigt werden. Lassen Sie sich also regelmäßig über die Fortschritte informieren und greifen Sie rechtzeitig ein, wenn Sie das Gefühl haben, dass sich die Dinge nicht in Ihrem Sinn entwickeln. Lieber einmal zu viel kontrolliert, als komplett daneben gegriffen. Die Entspannung kommt, wenn alles läuft. Denn ab diesem Zeitpunkt können Sie Ihrem ERP-System vertrauen!

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